Kunstwerke als verführerische Fallen

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Wil «Les Jalousies jalouses» – die Werktitel wie auch die Skulpturen und Installationen des Künstlers und Kurators Christoph Rihs bergen Rätsel. Meint Rihs mit Jalousien Verschattungsvorrichtungen oder doch französische «Eifersüchte»? Und worauf sollen besagte Lamellenstoren beziehungsweise Eifersüchteleien ihrerseits «jalouses» sein? Ist gar eine Fährte zum «Harem» gelegt? Wie genau die Ausstellung in der Kunsthalle beschaffen sein und welche zentralen Themen sie zur Diskussion stellen wird, bleibt bis zur Vernissage abzuwarten, denn der inhaltliche wie gestalterische Kreationsprozess des Künstlers lässt vieles bis zum letzten Moment in der Schwebe. Christoph Rihs (*1957) lebt und arbeitet in der Schweiz, in Deutschland und Frankreich. Er entwickelt ortsspezifische, oft skulpturale Installationen. Sein Schaffen ist geprägt von Vielfalt und von inhaltlicher wie gestalterischer Präzision. Rihs’ Werke sind verführerische Fallen, in denen sich das Visavis verstrickt. Die Auseinandersetzung mit den stets sehr ästhetisch gestalteten Objekten und Inszenierungen führt immer tiefer ins Labyrinth der möglichen Lesarten. (pd)

Hinweis

Die Ausstellung dauert vom 11. Juni bis 16. Juli. Die Vernissage findet übermorgen Samstag um 18 Uhr statt (Führung Mittwoch, 21. Juni, 19 Uhr; Künstlergespräch: Samstag, 1. Juli, 16 Uhr).