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Kunstturnerin und angehende Hochbauzeichnerin: Sira Keller trotzt der Doppelbelastung

Am Wochenende steht im Oberbürer Oberstufenzentrum Thurzelg der Gym-Cup des Trainingszentrums Fürstenland Frauen an. Die 16-jährige Niederwilerin Sira Keller turnt beim Heimwettkampf auf der höchsten Stufe.
Urs Huwyler
Vater Markus und Tochter Sira Keller sind ein eingespieltes Duo. (Bilder: Urs Huwyler)

Vater Markus und Tochter Sira Keller sind ein eingespieltes Duo. (Bilder: Urs Huwyler)

«Die Turnerin im Trainingszentrum Fürstenland Frauen bringt Talent, Fleiss, Durchhaltewillen und engagierte Eltern mit. Als Sechzehnjährige erreicht sie idealerweise die Stufe P6.» Nach diesem Grundsatz werden seit 30 Jahren Mädchen und junge Frauen im TZ Fürstenland gefördert und gefordert.

«Die Mädchen bestreiten den Trainingsaufwand neben dem normalen Schulalltag. Das ist eine ausserordentliche Leistung», sagt Cheftrainerin Marianne Steinemann und fügt als Beispiel Sira Keller vom TV Niederwil an.

Lehre in Herisau, Trainings in Mogelsberg

Die Niederwilerin, angehende Hochbauzeichnerin bei Schällibaum in Herisau, reist pro Woche viermal mit dem Zug nach Mogelsberg ins Trainingszentrum der Fürstenland Frauen. Einmal am Samstag und dreimal unter der Woche.

Der Arbeitgeber kommt ihr entgegen. «Ich darf eine Viertelstunde früher gehen, sodass ich um 17 Uhr in der Halle bin», sagt die 16-jährige Tochter des früheren Spitzenturners Markus Keller, der vor 40 Jahren die bis heute bestehende Humor-Akrobatikgruppe «Akronis» gegründet hatte.

Unterstützung durch Umfeld ist entscheidend

Das Verständnis innerhalb der Familie, im Umfeld und bei den Trainerinnen ermöglicht es Sira Keller, trotz der Doppelbelastung Spitzensport zu betreiben. «Von Turnerinnen wie Sira, die aus Leidenschaft turnen und denen kein Aufwand zu gross ist, lebt der Sport», so das Trainer-Duo Marianne und Aurelia Steinemann.

Dazu gehört es, dass die 31 Wettkampfturnerinnen in ihren Stammvereinen bleiben. 24 starten am Gym-Cup, dem Qualifikationswettbewerb für die Schweizer Meisterschaften der Juniorinnen. Nach der Karriere können die ausgebildeten Turnerinnen von Gossau bis Märwil, von Niederwil, Wil und Oberbüren bis Lütisburg, von St. Gallen bis Mogelsberg, von Uzwil bis Bütschwil in ihren Heimclubs eine leitende Funktion übernehmen.

Von Verletzungen verschont geblieben

Markus Keller relativiert in diesem Zusammenhang die Vorbehalte vieler Eltern, Kunstturnen schade der Gesundheit. «Entscheidend ist der gezielte Aufbau durch das Trainerteam mit Rücksicht auf die körperliche Entwicklung. Sira war noch nie ernsthaft verletzt.»

Der Weg seiner Tochter sollte Mädchen animieren, sich als Kunstturnerin zu versuchen. Derzeit wachsen in Mogelsberg mehrere talentierte Nachwuchsturnerinnen heran.

Die 16-jährige Sira Keller turnt seit dem fünften Lebensjahr im TZ Fürstenland Frauen.

Die 16-jährige Sira Keller turnt seit dem fünften Lebensjahr im TZ Fürstenland Frauen.

Umzug als Glücksfall

Der Umzug aus dem Regionalen Leistungszentrum Ostschweiz in Wil nach Mogelsberg hat sich für Sira Keller als Glücksfall erwiesen. Sie sagt:

«Hier sind wir zu Hause und dürfen so lange an den einzelnen Geräten individuell trainieren, wie wir wollen»

Was sie nicht sagt, aber sichtbar wird: Die Athletinnen können sich – wie die Trainerinnen – in der entspannten Atmosphäre entfalten, mehr Neues wagen, und fühlen sich nicht mehr unter Dauerbeobachtung wie damals im RLZO in Wil.

Auftritt im Fernsehen

Und Mogelsberg statt Wil bezüglich An- und Rückreise? «Wir haben zehn Minuten länger, aber nie Stau», so Markus Keller. An der Seite des Vaters tritt die Vollblutturnerin wie Turnkollegin Alina Knöpfel daneben mit den «Akronis» auf, war mit dem bald sechzigjährigen Niederwiler Kraftpaket und «Akronis»-Akrobat Fredi Lehmann in der TV-Sendung «Aeschbacher» zu Gast.

Sira Keller (rechts) und Alina Knöpfel treten auch mit der Akrobatikgruppe «Akrobis» auf.

Sira Keller (rechts) und Alina Knöpfel treten auch mit der Akrobatikgruppe «Akrobis» auf.

Was erwartet die seit dem fünften Lebensjahr beim TZ Fürstenland Frauen turnende Sira Keller nach der Trainingsphase vom Gym-Cup? «Viele Zuschauer und dass wir zeigen können, was wir draufhaben. Für uns ist es ein spezieller Wettkampf.» Jahrelang war das TZ der Fürstenland Frauen in Oberbüren beheimatet. «Es ist eine Art Heimkehr», sagt Marianne Steinemann, während sie in aller Ruhe das Training der Jüngsten mit Tochter Aurelia verfolgt.

Sira Keller - eine Teamplayerin

Die Entdeckerin von Giulia Steingruber legt den Fokus nicht nur auf die Einzelresultate, sondern misst den Teamergebnissen grosse Bedeutung zu. «Erzielen vier Turnerinnen zusammen ein positives Resultat, sagt dies etwas über die Breite und das Niveau eines Kaders aus. Deshalb sind Wettkämpfe mit einer Gruppenwertung wichtig», sagt Marianne Steinemann und richtet den Blick auf P6-Turnerin Sira Keller. Sie sei eine Team-Playerin.

Programm Gym-Cup

Oberbüren, Oberstufenzentrum Thurzelg. Morgen. 09.30 (4 Turnerinnen TZFF)/12.00: P3. – 14.55 (4): P4. – 19.20: P4/P5/P6 (5). – Am Sonntag. 08.25 (4)/10.35/12.50: P1. – 15.10 (1)/17.30 (5): P2/EP. – P1: die Jüngsten. – P6: internationale Klasse.

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