KUNSTRAD: Sirnacherinnen wollen WM-Titel verteidigen

Ab heute Freitag bis am Sonntag findet in Dornbirn die Weltmeisterschaft im Kunstradfahren statt.

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Auch wenn der Vierer des RV Sirnach mit verletzungsbedingten Startschwierigkeiten in diese Saison stieg, startet er heute mit grossen Ambitionen an der Weltmeisterschaft. Melanie und Jennifer Schmid, Céline Burlet und Flavia Zuber wollen zum dritten Mal den Weltmeistertitel gewinnen.

Zuversicht gibt dem Vierer­gespann der letzte Test am vergangenen Wochenende im deutschen Erlenbach. Mit einer durchschnittlichen Leistung – das Team hatte einen Sturz zu verzeichnen – schafften es die Hinterthurgauerinnen noch in den Finaldurchgang. Trotz grosser Müdigkeit, die vier jungen ­Frauen betreuten zusätzlich ihren eigenen Nachwuchs vor Ort, resultierte in diesem eine Punktzahl von 228,24. Hierbei handelt es sich um das drittbeste je herausgefahrene Resultat des RV-Sirnach-Vierers. Damit hat er sich klar zu den Favoriten in Dornbirn gesellt. In der Gesamtrangliste klassierten sich die Sirnacherinnen mit einem Multiplikator von 0,89 knapp hinter dem Weltmeister Lukas Kohl auf dem zweiten Rang und gewannen 50 Flaschen Wein.

Ebenfalls in den Final kam der Juniorinnen-Vierer von Rheineck/Uzwil. Die designierten Nach­folgerinnen des Sirnach-Vierers sind in Dornbirn für jede Über­raschung gut.

Keine «Final-Routine» konnte sich das Uzwiler Duo Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt in Erlenbach aneignen. Die Differenz zwischen der eingegebenen der ausgefahrenen Note war zu gross. Der Uzwiler Zweier gehört in Dornbirn bei einer normalen bis sehr guten Leistung trotzdem zu den Medaillenanwärtern.

Mit einer persönlichen Bestleistung müsste Lukas Burri aufwarten, will er auch eine Medaille als Einzelfahrer gewinnen. Unmöglich ist das nicht. Burri hat sich zwar im Verlauf der Saison im Training vermehrt auf den Zweier mit Fabienne Hammerschmidt konzentriert, aber im Einzel trotzdem Fortschritte erzielt. Im Vergleich zum amtierenden Weltmeister Lukas Kohl liegt der Uzwiler aber weit zurück.

Wenn es in Dornbirn so herauskommt, wie sich das die Sirnacher und Uzwiler wünschen, werden sie mit drei Medaillen nach Hause heimkehren. (uno)