KUNSTRAD: Neuer Schweizer- und Weltrekord

Der Sirnacher-Vierer erhöht in Deutschland die Weltrekord-Punktzahl. Der Uzwiler Zweier toppt in Österreich den Schweizer Rekord.

Urs Nobel
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Urs Nobel

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Das Publikum in der Halle in Mönchengladbach tobte, als das beste deutsche Viererteam am Deutschlandpokal mit 228,65 Punkten eine neue Weltrekordmarke setzte. Die Stimmung senkte sich aber schnell wieder. Noch war der Sirnacher-Vierer mit Melanie und Jennifer Schmid, Céline Burlet und Flavia Zuber nicht angetreten. Die vier Hinterthurgauerinnen liessen sich vom neuen Weltrekord ihrer deutschen Konkurrentinnen nicht beeindrucken und setzten noch einen drauf. Mit 234,44 Punkten gewannen sie die Konkurrenz und liessen die Gastgeber einmal mehr hinter sich.

Schweizer Rekord, aber noch weit hinter Deutschland

Am nächsten Tag, am zweiten Swiss-Austria-Masters im österreichischen Gisingen, schaffte auch der Uzwiler Zweier Burri/Hammerschmid eine neue Rekordmarke. Das Paar gab vor der Kür 151,20 Punkte ein und fuhr 145,00 aus, was erneut die Verbesserung des Schweizer Rekords bedeutete. Zum Sieg reichte es dem Uzwiler-Paar jedoch nicht. Bugner/Bugner aus Deutschland fuhren fast 20 Punkte mehr aus als die Ostschweizer aus. Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt müssten ihre Kür massgeblich erschweren, um den Deutschen je einmal eine ernsthafte Konkurrenz zu werden.

Nur einen Tag nach dem Auftritt in Deutschland starteten die Sirnacherinnen ebenfalls in Gisingen. Doch dort war die Luft draussen. Die Reisestrapazen und das Schlafmanko machten sich bemerkbar. Die Weltmeisterinnen verzeichneten einen Sturz. In der Folge reihten sich Fehler an Fehler in ihrer Darbietung. Mit lediglich 168,95 Punkten wurden die sieggewohnten Hinterthurgauerinnen nur Dritte. Das Ziel des Wochenendes haben sie trotzdem erreicht: In der Qualifikation zur WM führt der RV Sirnach die Tabelle gegenüber dem ATB Baar mit mehr als 35 Punkten Vorsprung an.

Kunstradfahren Uzwil mit weiteren Fahrern im Einsatz

Kunstradfahren Uzwil hatte in Gisingen einige weitere Mitglieder im Einsatz. Beispielsweise Fabienne Haas, die mit dem Rheinecker-Vierer startete. Der Vierer, der neu im Elitealter startet, realisierte eine neue Bestleistung und klassierte sich noch vor dem Sirnacher-Vierer auf Rang 2.

Nicht auf Touren kam der Uzwiler-Vierer mit Caroline Haas, Michelle Haas, Seline Bolt und Vanessa Niederer. Das neu auf diese Saison formierte Team bekundet noch einige Abstimmungsprobleme und stürzte in Gisingen etliche Male vom Rad.

Für Fabienne Gamper und Rahel Nägele geht es von Wettkampf zu Wettkampf besser. Von einer neuen Bestleistung ist dieses Duo aber noch etwas entfernt. Sturzfrei absolvierte dagegen Lukas Burri seine Kür im Einer und beendete den Wettkampf als Solofahrer inmitten deutscher und österreichischer Teams auf dem vierten Rang.