KUNSTRAD: Aller guten Dinge sind drei

Gold an der WM in Dornbirn für den Vierer aus Sirnach. Je einmal Bronze für Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri im Uzwiler Zweier-Open und Fabienne Gamper (Wülflingen) mit Rahel Nägele (Uzwil).

Urs Nobel
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Holen zum dritten Mal WM-Gold als Kunstradvierer des RV Sirnach: (von links) Flavia Zuber, Jennifer Schmid, Céline Burlet und Melanie Schmid. (Bild: Swiss Cycling)

Holen zum dritten Mal WM-Gold als Kunstradvierer des RV Sirnach: (von links) Flavia Zuber, Jennifer Schmid, Céline Burlet und Melanie Schmid. (Bild: Swiss Cycling)

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

Die Zahl Drei hat für die Kunstradfahrerinnen aus Sirnach eine grosse Bedeutung. Sie haben nämlich zum dritten Mal die Goldmedaille an einer Weltmeisterschaft gewonnen. Vor vier Jahren siegten sie zum ersten Mal an Welttitelkämpfen, wurden dann vor drei Jahren «nur» Zweite, um sich die vergangenen beiden Saisons wieder zuoberst auf dem Podest platzieren zu können.

Die Sirnacherinnen schafften es erwartungsgemäss in den Final der besten vier und starteten als Letzte. Ganz nach dem Motto «die Letzten werden die Ersten sein», absolvierten Céline Burlet, Flavia Zuber, Jennifer und Melanie Schmid ihre Kür ohne wesentliche Fehler und distanzierten ihre deutschen Gegner um fast zehn Punkte.

Die Freude war natürlich riesig. Die vier zeigten sich sehr zufrieden mit ihrem Auftritt, aber auch dankbar über die grossartige Unterstützung seitens der zahlreich anwesenden Schweizer Anhänger. Die vier jungen Frauen haben in Dornbirn den Lohn für ihren enormen Trainingsfleiss und natürlich auch das Können abgeholt. Kommt hinzu, dass sie sich auch in den Dienst des Nachwuchses stellen und sämtliche administrativen Arbeiten selber ausführen. Céline Burlet ist sogar seit diesem Jahr Präsidentin des RV Sirnach.

Ob es seitens der Gemeinden Sirnach und Eschlikon zu einem offiziellen Empfang kommt, weiss der RV Sirnach-Vierer nicht. Er selber hat jedoch im Chat versprochen, im Januar mit seinen vielen Anhängern ein zünftiges Fest zu feiern.

Grund zu Stolz und Freude in Dornbirn hatte auch Kunstradfahren Uzwil. Seine Paradepferdchen Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri erreichten im Zweier Open den dritten Rang und sind definitiv bei den Allerbesten angekommen. Jeannette Worden, eine der Trainerinnen der beiden, weiss auch warum: «Fabienne und Lukas haben ihre Kür stetig erschwert. Unterdessen haben sie diese im Griff und sind für Spitzenresultate gut. Das Paar, das sich in der Open-Klasse durchwegs gegen Männer durchsetzen muss, steigerte sich von der Qualifikation bis zum Final und beeindruckte einmal mehr mit jener Figur, in der Fabienne Hammerschmidt den Kopfstand auf dem Sattel macht und Lukas Burri gleichzeitig den Handstand auf dem Lenker. Einzig ein deutsches Team wagt das auch.»

Für eine weitere Medaille sorgte die Wülflinger/Uzwiler Fahrgemeinschaft Fabienne Gamper und Rahel Nägele. Die beiden gewannen erneut Bronze an einer WM. Gamper/Nägele trainieren gemeinsam entweder in Wülflingen oder in Uzwil.

Lukas Burri startete auch im Einzel und klassierte sich als Vierter. Während die beiden deutschen Konkurrenten für ­Burri unerreichbar sind, war die Entscheidung gegenüber einem Chinesen äusserst knapp.

Ob die Uzwiler Delegation empfangen wird, weiss niemand der Verantwortlichen. «Wir lassen uns überraschen.»