Kunst als dauerndes Experiment

Die Besucher der Vernissage der Ausstellung «Grau blau grün» von Annemarie Graf erlebten einen gehaltvollen und fröhlichen Abend in der Galerie im Rank.

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SIRNACH. Die Vernissage in der Galerie im Rank zur Ausstellung «Grau blau grün» der Künstlerin Annemarie Graf lockte viele Kunstfreunde nach Sirnach. Dora Koller vom Galerie-Team freute sich über das grosse Interesse und stellte kurz die sechs Idealisten vor, die mit ihrer Galerie die Region kulturell etwas in Schwung bringen wollen: Tierarzt Andreas Schmidt stellt die Räume zur Verfügung, Rita Schmidlin ist zuständig für journalistische Belange, Claire Lieberherr und Marie-Louise Frei für die Apéros, Peter Würmli macht die Buchhaltung und ist für juristische Fragen zuständig. Regula Wendel und Dora Koller sind für das Programm der Ausstellungen verantwortlich.

Blau ist nicht immer blau

Die Engländerin Judy Willi, welche die Laudatio zur Ausstellung von Annemarie Graf hielt, ist eine Freundin von Koller und Graf. «Wenn man auf die Einladung schaut, ist grau grün, grün ist grau, nur blau ist blau», sagte Judy Willi.

Später lernte sie Annemarie Graf als Englischschülerin persönlich kennen und sie gefiel ihr ebenso wie ihre Bilder. Sie habe ihre Offenheit für neue Ideen geschätzt und bald habe sie ein Bild gekauft, an dem sie jeden Tag noch Freude habe. Judy Willi streifte auch noch den Werdegang der Künstlerin, die nicht nur in der Region bekannt ist, sondern auch schon im Ausland ausgestellt hat, beispielsweise in Paris und Amsterdam. An der Hochschule für Gestaltung in Zürich studierte sie Malerei und absolvierte weiterführende Studien an der Kunstakademie Kisslegg und der Kunstakademie Bad Reichenhall in Deutschland.

Warum ist ein Bild schön?

Zuerst wandte sich Graf der Aquarellmalerei zu, später der Seidenmalerei und seit 1997 ist sie fasziniert von Acryl und Pigmenten auf Leinwand. Die Vorliebe für grün/blau ist unverkennbar, das Thema Wasser war und ist Leitmotiv. Wie die Künstlerin sagt, ist Malerei ein wichtiger Teil in ihrem Leben; ihre Inspiration erhält sie von Beobachtungen aus der Natur und Begegnungen mit Menschen. Abschliessend betonte Judy Willi, dass der Titel der Ausstellung genau passe. Auch im Leben sei nicht alles so wie es scheint. «Grün bleibt nicht grün, blau ist nicht immer blau und grau braucht es im Leben, weil wir genug schwarzweiss haben», sagte Willi und fügte an «wir bleiben in Bewegung und schaffen neues. Annemarie sage über ihre Kunst, dass sie ein dauerndes Experiment ist.»

Die Ausstellung «Grau blau grün» dauert bis am 14. September und ist jeweils freitags von 18–20 Uhr und samstags von 14–18 Uhr geöffnet. Am 1. September sind Interessierte zum Sonntagsapéro von 11–13 Uhr eingeladen. (pd)

www.galerieimrank.ch