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Den Velohändlern in der Region geht es gut: Kunden schätzen die Expertise

Ausgebuchte Werkstätten und solide Verkaufszahlen – die Fahrradbranche freut sich über ein gutes Jahr.
Marco Enzler
Bei allen Altersgruppen beliebt: Diverse Slow-ups mobilisieren auch die Velofahrer. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Bei allen Altersgruppen beliebt: Diverse Slow-ups mobilisieren auch die Velofahrer. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Ob als Mittel zum Zweck oder als Selbstzweck, ob in der Freizeit, auf dem Arbeits- oder Schulweg: Wenn im Sommer Gross und Klein mit dem Fahrrad unterwegs sind, bedeutet dies für die Velohändler das grosse Geschäft – könnte man meinen.

Doch Roman Untersee, Inhaber und Geschäftsführer des Bikecenters in Flawil, sagt: «Wir spüren keinen grossen Aufschwung im Sommer. Dafür aber jeweils im Frühling.» Dem pflichtet auch Steffen Förster, Filialleiter des m-way-Shops in Wil, bei: «Üblicherweise liegen die Verkaufspeaks im März oder April und dann Ende Saison beim Schlussverkauf.» Im laufenden Jahr habe man aber interessanterweise weder ganz gute noch ganz schlechte Phasen zu verzeichnen gehabt. Vielmehr seien die Verkaufszahlen sehr regelmässig gewesen, so Förster. Woran das liegen könnte, weiss aber auch er selbst nicht.

Computerkenntnisse werden immer wichtiger

Insgesamt zeigt man sich zufrieden. «Wir haben bis jetzt eine gute Saison», sagt Untersee. Die Werkstatt sei stark ausgelastet.

Das Geschäft in der Werkstatt macht aber nur noch einen geringen Teil des Gesamtumsatzes aus. Während quantitativ zwar mehr Unterhaltsarbeiten und Reparaturen als Verkäufe durchgeführt werden, wird der grösste Teil des Umsatzes doch noch im Verkauf erzielt. Trotzdem gehören diese zwei Bereiche für Untersee untrennbar zusammen. «Wir müssen den Kunden ein gutes Gesamtpaket bieten.»

Bei den Arbeiten in der Werkstatt handelt es sich hauptsächlich um Routinearbeit. Der regelmässige Service und das Erneuern der Bremsbeläge gehören dabei heute genauso zum Repertoire eines Fahrradmechanikers, wie der Umgang mit Elektrotechnik und Computern. Denn E-Bikes sind unbestritten auf dem Vormarsch und die elektrische Steuerung wird immer komplexer. Untersee sagt:

«Rund 85 Prozent aller von uns verkauften Velos sind mittlerweile E-Bikes.»

Und der Trend ist klar. Dank verbesserter Technik und folglich höherer Reichweite werden die elektrisch unterstützten Velos immer beliebter. Bei m-way sind gar ausschliesslich E-Bikes im Sortiment. Förster sagt: «E-Mountainbikes verkaufen sich zurzeit am besten.» Dies sei aber nicht immer so gewesen. Früher habe die Devise «Ein Mountainbike fährt nicht mit Motor» gegolten. Und laut Untersee sind auch urbane E-Modelle nach wie vor gefragt.

Kunden bevorzugen den Kauf beim Fachhändler

Erfreulich ist aus Sicht der Unternehmen, dass die Kunden trotz Konkurrenz von Internetanbietern nach wie vor dem Fachhändler ihr Vertrauen zu schenken scheinen. «Klar kommt es vor, dass sich Leute bei uns beraten lassen und dann ihr E-Bike im Internet kaufen. Bei den meisten endet die Beratung aber mit einem Kauf», erklärt Förster. Viele, die sich für ein hochwertiges Bike interessieren, würden sowieso nicht im Internet kaufen.

Im Bikecenter Flawil präsentiert sich die Situation nochmals ein wenig anders. Das Unternehmen führt nämlich eine Marke, die im Internet nur mit erhöhtem Aufwand gekauft werden kann. Trotzdem sagt Untersee: «Dem Kunden bietet sich dann ein Mehrwert, wenn wir unseren Job gut machen.» Ein drängenderes Problem sei dagegen der Mangel an gut qualifizierten Fahrradmechanikern. Vor allem für KMU sei dies ein Problem, denn man könne nicht gleich hohe Löhne wie Grosshändler bezahlen.

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