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Kulturcontainer gastiert in Wil und weiss zu gefallen

Das Feriengefühl um ein paar Stunden verlängern. Das konnte man am Wochenende in Wil tun, lud doch der St. Galler Kulturcontainer auf der Weierwiese dazu ein.
Christof Lampart
Die Kultucontainer wurden auf der Weierwiese vor der Altstadtkulisse aufgebaut. (Bilder: Christof Lampart)

Die Kultucontainer wurden auf der Weierwiese vor der Altstadtkulisse aufgebaut. (Bilder: Christof Lampart)

Es war eine überaus gelungene Mischung aus gefühlter Spontanität, perfekter Vorbereitung beziehungsweise Organisation und vielfältigem Programm, welche vom Freitag- bis Sonntagabend beständig ein neugieriges, generationendurchmischtes Publikum in den Wiler Stadtpark lockte. Dort, neben der Skater-Anlage, hatte sich auf der Wiese das kleine Containerdorf auf Zeit, das die St. Galler Kantonalbank anlässlich ihres 150-Jahr-Jubläums zwischen Mai und September durch den ganzen Kanton fahren und an zwölf idyllischen Plätzen gastieren lässt, niedergelassen.

Ein offenes Kulturfestival

Der Zugang zum Event, das nebst neun Konzerten auch diverse Handwerker-Auftritte, eine Showküche, eine Lesung, Kinderprogramme und Improvisationstheater umfasste, war gratis und an kein Zeitfenster, ja nicht einmal an einen bestimmten Zugangsort gebunden. Wer wollte, konnte das Kulturfestival von jeder Himmelsrichtung betreten und auch wieder verlassen. Diese Offenheit war es denn auch, die dazu führte, dass beständig Leute kamen und gingen. Wer sich jedoch einmal im gemütlichen Karree befand, der verliess die heimelige «Wagenburg der Kultur» zumeist nicht so schnell wieder.

Die Schaumstoffpolster vor der Bühne waren bei den Kindern äusserst beliebt.

Die Schaumstoffpolster vor der Bühne waren bei den Kindern äusserst beliebt.

Da auch das Wetter mitspielte und für genug Abwechslung in Sachen Kultur und Kulinarik gesorgt war, konnte man gerne ein wenig länger als ursprünglich geplant am Ort verweilen. Musik und Theater, Handwerk, Kunst und Traditionen – wobei letztere bei den feilgebotenen, traditionellen ostschweizerischen Spezialitäten von der Showküche «Pfefferbühne» oftmals neu interpretiert wurden – ergänzten einander aufs Feinste.

Die vielen Schaumstoffpolster, auf denen die Jüngsten tagsüber mit Begeisterung herumkletterten, dienten abends den Älteren als unkonventionelle Sitzgelegenheit. Doch auch wer es gerne ganz konventionell hatte, musste nicht auf Festtische und -bänke verzichten, welche in genügend grosser Zahl vorhanden waren. Und wer es gerne ein bisschen gediegener und das ganze Geschehen im Containerdorf im Blick haben wollte, konnte es sich auf der «Galerie» des Hauptgebäudes gemütlich einrichten und die Konzerte im wahrsten Sinne von oben herab verfolgen.

Von Tollhausmusik bis Seefrauenlieder

Apropos Konzerte: Die Bands auf der Bühne sprachen die unterschiedlichsten Musikgeschmäcker an, sodass man sicherlich nicht alles toll fand, jedoch für garantiert jeden etwas dabei war. Was stimmte, war das Gesamtkonzept, welches auf einen gefühlten Wohlklang und keinen akustischen Overkill abzielte, auch wenn man vielleicht aus den Genre-Beschreibungen der einzelnen Bands, die unter anderem als «Tollhausmusik», «Seefrauenlieder» oder «Riot-Grrrrl-Blues» ebenso knapp wie kryptisch im Programm-Booklet ankündigten, nicht auf den ersten Blick schlau wurde. Was jedoch zählte war – wie beim Fussball – das Geschehen auf dem Platz, also das Live-Erlebnis an sich. Und da schienen sich während dieser drei Tage wirklich alle für wohl zu fühlen.

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