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Künstlerkollektiv Laetare organisiert Ausstellung zur Frage nach der Bedeutung der Kunst im Hof zu Wil

Gemeinsam mit der Künstlergruppe Laetare organisiert die Wilerin Marlene Hess eine Ausstellung im Hof.
Gianni Amstutz
Marlene Hess hat sich Gedanken gemacht, was die Bedeutung von Kunst ist. Bild: Gianni Amstutz

Marlene Hess hat sich Gedanken gemacht, was die Bedeutung von Kunst ist. Bild: Gianni Amstutz

Eigentlich hat die Wilerin Marlene Hess nie danach gestrebt, ihre Kunst öffentlich auszustellen. Das Malen war für sie vielmehr ein Ausgleich zu ihrer Arbeit in einer psychiatrischen Tagesklinik in Frauenfeld. Dort ist sie als Gestaltungstherapeutin zwar auch künstlerisch tätig, trotzdem sei dies etwas anderes. Wenn sie zu Hause male, könne sie dabei komplett abschalten und auch schwierige Momente verarbeiten. Ihre Gefühle projiziere sie dabei auf die Leinwand. Dabei überschüttet sie ihre Bilder mit Farbe, kratzt einzelne Schichten wieder ab und arbeitet teils auch mit plastischen Elementen wie Papierstücken oder Textilien.

Nachdem sie ihre abstrakten Bilder einige Jahre nur für sich gemalt habe, kam es dann doch dazu, dass sie einige ihrer Werke ausstellte. Anfangs habe sie noch Bedenken gehabt. Sie habe sich gefragt: «Ist meine Kunst etwas, das auch andere erfreut?» Die Rückmeldungen seien aber sehr positiv gewesen.

Individualisten in einem Kollektiv

Bestärkt durch diesen Erfolg stellte sie ihre Bilder in der Folge in verschiedenen Ausstellungen aus. So wurde im Jahr 2016 schliesslich auch das Ostschweizer Künstlerkollektiv Laetare auf sie aufmerksam. Seit damals ist Marlene Hess Teil der Ostschweizer Künstlergruppe, die ihren Ursprung 1991 im Thurgau hat. Nun aber wagen sich elf der 14 Mitglieder von Laetare über die Kantonsgrenze und stellen im Hof zu Wil aus.

Marlene Hess hat der Gruppe die Räume des historischen Wiler Gebäudes vorgeschlagen. Dies, weil sie im Rahmen der Kulturbühne vor rund einem Jahr bereits dort ausgestellt hatte und von der speziellen Atmosphäre sofort angetan war – genau so wie die anderen Laetare-Mitglieder bei der ersten Besichtigung.

Die 14 Mitglieder des Kollektivs arbeiten zwar alle individuell an ihren Werken, es finden jedoch regelmässige Treffen statt. An diesen tauscht sich die Gruppe aus, unterstützt sich, besucht Ausstellungen oder diskutiert einfach über Kunst. Jedes zweite Jahr organisiert Laetare zudem eine Gruppenausstellung. Die Frage, was Kunst ist, steht denn auch im Zentrum der Gruppenausstellung von Laetare. Eine eindeutige Antwort darauf liefert die Gruppe aber nicht. Denn auch innerhalb von Laetare existieren verschiedene Ansichten über Kunst. Das zeige sich nur schon in der «riesigen Vielfalt» der ausgestellten Bilder und Skulpturen. Von aus Draht geformten Objekten über klassische Gemälde bis hin zu abstrakter Malerei ist an der Ausstellung alles zu sehen.

«Trotzdem wollten wir etwas Verbindendes haben, das wie ein roter Faden durch die Ausstellung führt», erklärt Marlene Hess. So haben sich alle Gruppenmitglieder mit dem Thema «Kunst ist ...» auseinandergesetzt. Entstanden sind zwar viele ganz verschiedene Werke, jeder der Künstler hat aber seine Vorstellungen von Kunst auch schriftlich festgehalten. Diese Definitionen werden an der Ausstellung bei den jeweiligen Werken auf Tafeln zu lesen sein. Für Marlene Hess ist klar: «Kunst muss beim Betrachter etwas auslösen.» Zudem müsse die Leidenschaft des Kunstschaffenden sich durch seine Schaffenskraft im Objekt widerspiegeln.

Hinweis
Ausstellung im Hof zu Wil vom 14.bis 29.September, Vernissage am Freitag, 13.September um 19 Uhr.

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