«Künstler haben mich perfekt geführt»

Der Zuzwiler Spitzenschwinger Daniel Bösch ist sich Publikum gewohnt. Auf der Walensee-Bühne hatte er dennoch Lampenfieber. Er spielte im Musical «Titanic», das am nächsten Samstag Dernière feiert, in sechs Szenen mit – ohne aber zu singen oder zu tanzen.

Olaf Kühne
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Schwinger Daniel Bösch (rechts) spielte im Musical «Titanic» einen Passagier dritter Klasse. (Bild: pd)

Schwinger Daniel Bösch (rechts) spielte im Musical «Titanic» einen Passagier dritter Klasse. (Bild: pd)

Herr Bösch, wird man Sie in Zukunft häufiger auf der Bühne sehen?

Daniel Bösch: Nein, das war eine einmalige Sache – zumindest vorerst.

Was heisst das?

Bösch: Der Veranstalter plant für 2017 eine neue Produktion und hat mich gefragt, ob ich wieder interessiert wäre. Wer weiss. Aber da ist noch überhaupt nichts konkret.

Wie kam es denn zu Ihrem Auftritt?

Bösch: Ich wurde angefragt, weil ich Ende Mai – ebenfalls in Walenstadt – das St. Galler Kantonale Schwingfest gewonnen habe.

Mussten Sie lange überlegen?

Bösch: Das Problem war eher, während der Schwingsaison einen Termin zu finden. Überlegen musste ich hingegen nicht lange. Ich probiere sehr gerne Neues aus.

Hatten Sie keine Angst vor dem Publikum?

Bösch: Nein. Auf der Schwägalp beispielsweise hatten wir 11 000 Zuschauer, das ist nochmal eine andere Dimension. Aber klar, ein Musical-Publikum ist doch etwas anderes, für mich Ungewohntes.

Wie sind Sie angekommen?

Bösch: Meine Freundin und meine Eltern sassen im Publikum. Die fanden meinen Auftritt natürlich super. Aber auch Bekannte, mit denen ich danach gesprochen habe, gaben mir ausnahmslos positive Feedbacks.

Und wie nahmen die Künstler Sie auf?

Bösch: Sehr offen. Sie haben mich perfekt durch meinen Auftritt geführt und mich auch mal kurz gestupst, um mir zu zeigen, in welche Richtung ich gehen muss. Schliesslich hatte ich nur eine kurze Einführung – und dass ich den Film gesehen habe, ist auch Jahre her.