Küngs Pech ist Wilens Glück

Die Gemeinde Wilen ehrte die verdienstvollsten Sportler des vergangenen Jahres. Infolge seiner Verletzung nahm auch Radrennfahrer Stefan Küng an der Gala teil.

Christoph Heer
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Von der Moderatorin Rebecca Moser wurde Stefan Küng als erfolgreicher Sportler geehrt. (Bild: Christoph Heer)

Von der Moderatorin Rebecca Moser wurde Stefan Küng als erfolgreicher Sportler geehrt. (Bild: Christoph Heer)

WILEN. Es war ein schwerer Gang auf die Bühne, gepaart mit einer grossen Portion Wehmut. Denn in wenigen Tagen gastiert hier die Tour de Suisse mit mehreren Durchfahrten in Wilen und einer Zielankunft in Schwarzenbach. Sozusagen vor der Haustüre des aufstrebenden und sich in sehr guter Form befindenden Stefan Küng. Doch will es nicht sein; zumindest in diesem Jahr noch nicht. Denn Küng verletzte sich am Giro d'Italia erheblich (Bruch eines Brustwirbels) und muss dementsprechend auf einen Start an seinem «Heimrennen» verzichten.

Eine erste gröbere Verletzung

«Für mich ist eine kleine Welt zusammengebrochen, als ich erfahren habe, dass ich 12 bis 16 Wochen ausfallen werde. Mein Ziel ist es, schnellstmöglich auf das Rennrad zurückzukehren und vielleicht schaffe ich es sogar noch an die Strassen-Weltmeisterschaften, welche im September stattfinden», sagte ein sichtlich enttäuschter Küng. Sein Pech war am Donnerstagabend eigentlich das Glück für Wilen, denn so konnte das grosse Talent an der erstmaligen Sportlerehrung teilnehmen. Über 200 Besucher wurden Teil einer Gala, an der viele weitere Wilener ausgezeichnet wurden.

Die Sportlerehrung fand im Rahmen der Woche der Begegnung statt. Die einheimische Moderatorin Rebecca Moser führte durch den Abend und stellte Stefan Küng und allen anderen Sporttalenten die Fragen. Küng selbst durchlebt momentan seine erste Zeit mit einer schlimmeren Verletzung. Nach etlichen Schweizer-, Europa- und Weltmeistertiteln, oder einem Etappensieg an der Tour de Romandie gehört er zu denjenigen, welche die Gemeinde Wilen in die Welt hinaus tragen; im absolut positiven Sinn.

Einradfahrer und Kampfsportler

Das OK Sportlerehrung bestand aus Christoph Götsch, Roger Frei, Markus Lohner, Claudia Burkhalter, Walter Lingenhöle und Kurt Enderli. Letztgenannter bestätigte, dass diese Wahl wohl eine einmalige Sache war. Geehrt wurden nebst Stefan Küng; Corinne Mathis und Kerstin Gellert (Sport-Akrobatik), Christian Müller (Skijöring), Annina und Beat Hengartner (Einrad), Sabri De Martin (Kampfsport), Team Faustball U10, Rahel und Jonas Hess (Faustball). Musikalisch umrahmt wurde der Anlass von und mit Noldi Tobler. Er spielte mit seiner Mundharmonika nicht nur mit der einheimischen Sängerin Conny Dierauer, auch das Duett mit Gemeindepräsident Kurt Enderli verblüffte das Publikum.