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Kühle Wickel für schwitzende Patienten: So erleichtern Spitäler in der Region Wil einen Aufenthalt im Sommer

Warme Temperaturen im Sommer stellen besonders für ältere und geschwächte Personen eine Herausforderung dar.
Dinah Hauser
Älteren und kranken Personen kommt bei der Pflege eine besondere Aufmerksamkeit zu: Sie vertragen die Hitze weniger gut. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Älteren und kranken Personen kommt bei der Pflege eine besondere Aufmerksamkeit zu: Sie vertragen die Hitze weniger gut. (Bild: Gaëtan Bally/Keystone)

Sommerzeit ist Ferienzeit – jedoch nicht für alle. Einige verbringen diese Tage im Spital, sei es wegen eines Unfalls, einer Krankheit oder Schwangerschaft. Um sommerliche Temperaturen für Patienten erträglicher zu machen, greifen die Spitäler in Wil, Flawil und Wattwil auf bewährte Hausmittel zurück: Stosslüften, wenn es draussen kühl ist, und tagsüber die Wärme aussperren; Fenster schliessen und Zimmer abdunkeln. Zudem werden kühle Getränke und kalte Wickel angeboten.

Klimatisierte Zimmer
in Wattwil

Im Spital Wattwil mit seiner modernen Infrastruktur stellt die Hitze in den meisten Fällen kein Problem dar, sagt Barbara Anderegg, Leiterin Kommunikation der Spitalregion Fürstenland Toggenburg (SRFT). «Der Neubau, in dem auch alle Patientenzimmer untergebracht sind, wird mit konditionierter Luft von maximal 26 Grad belüftet.» Dies funktioniere über ein Flächenkühlsystem am Boden und ermöglich auch einen Luftaustausch.

Im Gegensatz dazu verfügt das Spital Wil, welches zur selben Spitalregion gehört, über kein flächendeckendes Kühl- oder Belüftungssystem. Jedoch seien hochtechnische und wichtige Räume wie Medikamentenräume, Operationssäle ,die Notfallstation oder die Radiologie mit Kühlgeräten ausgestattet. Normale Patientenzimmer verfügen hingegen über kein Kühlgerät. Anderegg sagt:

«Insofern stellen Hitzeperioden Mitarbeitende sowie Patienten in Wil vor besondere Herausforderungen.»

Diese bestünden vor allem darin, die geeigneten Massnahmen anzuwenden, damit die Hitze erträglicher wird.

So werden etwa auch Ventilatoren eingesetzt und Zimmertüren offen gelassen. «Zum Schutz der Persönlichkeit der Patienten werden bei offener Türe Sichtschutzparavents aufgestellt.» Diese Massnahmen werden aber nur dort eingesetzt, wo keine medizinischen Gründe dagegensprechen wie die Verbreitung von luftübertragenen Keimen, etwa Tuberkulose. Anpassungen der Tagesstrukturen seien nicht nötig.

Am Spital Flawil hingegen werden in der Regel keine Ventilatoren eingesetzt, sagt Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St. Gallen, zu welchem Flawil gehört. Ausschliessen, dass in Einzelfällen Ventilatoren benutzt werden, könne er aber nicht. «Grundsätzlich versuchen wir, mit anderen Mitteln für kühlere Räume zu sorgen.» Dazu gehören nebst lüften auch das Auflegen von kalten Tüchern auf Stirn und Nacken. Lutz stellt klar:

«Es gibt fast jedes Jahr Hitzetage. Das alleine ist nichts Aussergewöhnliches.»

Solange eine Hitzeperiode nicht mehrere Wochen andauere, stellten sich auch keine grösseren Probleme ein.

Ältere und Kranke sind besonders betroffen

Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf stärker, der Blutdruck kann steigen, sagt Barbara Anderegg. «Dies kann Schwächegefühle, Schwindel oder verminderte Leistungsfähigkeit zur Folge haben.» Zudem könne starkes Schwitzen zu Dehydration führen. Generell rascher von negativen Auswirkungen betroffen sind laut Barbara Anderegg vor allem ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen, beispielsweise am Herzen oder mit Bluthochdruck.

Bei einer Hitzewelle werde laut Philipp Lutz noch mehr als sonst darauf geachtet, dass vor allem ältere Patienten und Chronischkranke genügend trinken. «Gerade dieser Personenkreis benötigt an Hitzetagen eine ganz besondere Aufmerksamkeit.» Vor allem ältere oder kranke Personen, die alleine zu Hause sind, sollten darauf achten, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

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