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Kühle Cocktails statt warme Suppen: So trotzen die Wiler Altersheime der Hitze

Seit Tagen dauert die Hitzewelle an. Vor allem älteren Menschen setzen die hohen Temperaturen stark zu. Die Altersheime Sonnenhof und Rosengarten haben darum ihr Programm leicht angepasst – von Getränken ohne Eiswürfel bis zu kleinen «Poolpartys».
Nicola Ryser
Cocktails und Mini-Swimmingpool: Die Bewohner des Altersheims Sonnenhof geniessen den Sommer trotz heissen Temperaturen. (Bild: PD)

Cocktails und Mini-Swimmingpool: Die Bewohner des Altersheims Sonnenhof geniessen den Sommer trotz heissen Temperaturen. (Bild: PD)

«Kommen uns heute irgendwelche Kinder besuchen?» Diese Frage drängte sich so einigen Bewohnern des Alterszentrums Sonnenhof am Freitagmorgen auf, als sie in den Garten blickten. Vier kleine aufblasbare, mit Oktopussen und Schildkröten verziertenBassins standen dort bereit, gefüllt mit kaltem Wasser, jeweils knapp einem Dutzend darin badenden, knallgelben Gummienten und zahlreichen roten Rosenblättern. Das winzige Wasserparadies war jedoch keineswegs für irgendwelche Kinder gedacht. Im Gegenteil. «Wir wollten den Leuten nach den vergangenen heissen Tagen eine amüsante Abkühlung gönnen», sagt Andreas Bucher, Leiter der Hotellerie der Thurvita AG und Hausverantwortlicher des Sonnenhofs.

Eine Alternative zur Rosenwoche

Die «Poolparty» kam gut an. Bei fast 30 Grad Lufttemperatur fanden sich 30 Bewohner des Altersheims im Garten wieder. Die einen nahmen Cocktails schlürfend Platz an den Pools, tauchten die Füsse ins kalte Nass und fanden Spass daran, die Enten in den Wellen tänzeln zu lassen. Andere beobachteten die Szenerie – wohl, um trocken zu bleiben – aus der Ferne. «Fast niemand wollte sich das entgehen lassen. Manche hatten gar Spass wie zu Kindestagen», sagt Bucher.

Übrigens: Die Rosenblätter hatten eine besondere Bedeutung. «Weil einige aufgrund der Hitze die Rosenwoche in Bischofszell nicht besuchen konnten, organisierten wir diese Alternative für sie, quasi ein Rosenblütenbad.» Da in den kommenden Tagen keine Abkühlung in Sicht sei, bleibe die Aktion im Tagesprogramm, sowohl im Sonnenhof als auch im Altersheim Rosengarten.

Getränke sollten nicht zu kalt sein

Schon seit Beginn der Hitzephase Anfang Woche haben die beiden Seniorenzentren zum Wohle ihrer Bewohnerinnen und Bewohner das Angebot und Programm ein wenig angepasst. «Es ist schon so; je älter man wird, desto mehr Mühe bekommt man mit der Hitze», erklärt Bucher. Nebst den gestrigen Aktionen seien es vor allem kleine, alltägliche Aspekte, die berücksichtigt werden. So beispielsweise auf der kulinarischen Ebene: «Wir achten darauf, dass die Menus der Küche eher erfrischend sind.» Statt einer warmen Suppe gibt es einen kühlen Wassermelonen-Cocktail serviert – natürlich alkoholfrei. Oder statt einem Früchtedessert bekommen die Leute ein Glace. «Gleichzeitig machen wir alle darauf aufmerksam, immer genügend Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee zu sich zu nehmen.» Hier sei jedoch Acht zu geben: Die Getränke sollten nicht zu kalt sein. Gemäss Bucher verzichte man deshalb auf Eiswürfel. Das Problem:

«Je kälter das Getränk ist, desto mehr muss der Körper wieder Wärme aufbauen. Das kostet Energie. Ältere Menschen spüren das.»

Folglich biete man höchstens kühle oder lauwarme Getränke an.

Die Routine hilft allen

Sonst setzen die Heime auf alltägliche Methoden gegen die Hitze: Fenster sind meist geschlossen und Storen runtergelassen, einige Ventilatoren in den Zimmern platziert und draussen überall Schattenplätze eingerichtet. Bucher ist aber auch überrascht ob der eigenen Routine der Senioren: «Sie können sehr gut einschätzen, was sie bei der Hitze machen dürfen und was nicht. So setzen sie ihre Gesundheit nicht aufs Spiel.» Während der aktuellen Hitzewelle gab es folglich nur wenige Fälle, bei denen gesundheitlich angeschlagene Leute mit den Temperaturen Probleme hatten.

«Wir sind es uns aber gewohnt, schliesslich ist es jedes Jahr einige Zeit lang so heiss.»

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