Kühl und regnerisch, wenig Sonne

Mit einem Durchschnitt von 16,2 Grad ist der zweite Sommermonat an der Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil um ein Grad zu kalt ausgefallen (Vergleichsperiode 1961 bis 1990).

Christoph Frauenfelder
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niederuzwil. Nur das erste Monatsdrittel war leicht zu warm, danach folgten zwei Drittel mit deutlich zu kühlen Temperaturen. Die tiefste Temperatur betrug 8 Grad und wurde am 16. Juli verzeichnet. Die höchste Temperatur wurde auf der Wetterstation am 12. Juli mit 29 Grad gemessen. Die Heizgradziffer ergab für den Juli 8 Grad. Es wurden 6 Sommertage (Maximum mindestens 25 Grad) gemessen. Einer weniger als im Juni. Und es gab keinen Hitzetag mit über 30 Grad.

Viel Regen mit Gewittern

Die Niederschläge erreichten mit 176 Millimetern einen Überschuss von rund 30 Prozent. Der Juli brachte uns 17 Regentage (mindestens 1 Millimeter), das sind 5 zu viel! Seit Mitte Mai haben die Böden viel Regen erhalten und die Vegetation konnte aufatmen. Das Wetter war sehr wüchsig! Nah- oder Ferngewitter gab es an der Station an 7 Tagen. Die vorherrschende Windrichtung war der Westwind mit einem Anteil von 22 Prozent an allen acht Windrichtungen.

Zu wenig Sonne

Aber auch Südwest- und Nordwestwinde waren stark vertreten. Die höchste Windspitze betrug 63 Kilometer pro Stunde und wurde am 10. Juli gemessen. Die Sonne erreichte mit 190 Stunden nicht den erwarteten Wert. Das Defizit beträgt hier fast 10 Prozent. Die zu hohe Bewölkung in der feuchten Luft war für den mangelnden Sonnenschein verantwortlich. Die Vegetation ist als Folge der sehr feuchten Witterung immer noch etwa 10 Tage voraus.

* Christoph Frauenfelder ist Inhaber von Meteotop, Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil.

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