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KRONE: Er gestaltet das Vorleben im Hof

Dem Wiler Wahrzeichen soll nach Abschluss der dritten Bauetappe neues Leben eingehaucht werden. Dass sich das Gebäude bis dahin bereits mit (mehr) Leben füllt, dafür sorgt Jacques Erlanger als Leiter Zwischennutzung.
Philipp Haag
Weite Teile des Hofs zu Wil sind ungenutzt. Diese Räume sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Weite Teile des Hofs zu Wil sind ungenutzt. Diese Räume sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Philipp Haag

philipp.haag@wilerzeitung.ch

Der Hof zu Wil, er wird auch Krone der Altstadt genannt. Eine Krone mit einer bewegten Historie, allerdings auch eine, deren Potenzial zu weiten Teilen noch brachliegt. Einige Räume des Wiler Wahrzeichens sind ungenutzt. So der 2. und 3. Stock, der imposante Dachstock und die Dienerschaftskapelle. Dass dies sich ­ändert, dafür ist nun Jacques Erlanger besorgt. Der St. Galler Kulturmanager ist in einem 30-Prozent-Pensum als Leiter für die Zwischennutzung des Hofs zu Wil angestellt worden. Er hat sein Büro im 2. Geschoss in der Hilber-Stube eingerichtet. Primär geht es Erlanger darum, die Räume, «das noch ungenutzte Innere des Hofs», für die Öffentlichkeit sichtbar und zugänglich zu machen. Er ist fasziniert vom Gebäudekomplex, welcher sich mit seiner Geschichte, seiner Architektur und seiner Dimension in einem interessanten Spannungsfeld mit der Moderne bewegt.

Geschichtsträchtiges und lebendiges Haus

Erlanger, den die Aufbruchsituation im Hinblick auf die Sanierung des Baus besonders anspricht, freut sich auf die Aufgabe, «das geschichtsträchtige und lebendige Haus» mit noch mehr Leben zu füllen. Im Hof untergebracht sind das Restaurant, die Bibliothek, das Museum und die Volkshochschule. Als Ergänzung kann sich der Leiter Zwischennutzung kulturelle Veranstal­tungen vorstellen, wie Kunst­ausstellungen, Konzerte, Tanz­performances, Theaterabende, Lesungen, «eine Modeschau oder auch ein Kindergeburtstag». Trotz der vielfältigen Möglichkeiten schränkt Erlanger ein, dass die Veranstaltungen den Räumen gerecht werden und deren Fragilität berücksichtigen sollen. Erlanger erhielt aus vierzig Bewerbungen den Zuschlag. Der Kulturmanager gestaltet quasi «das Vorleben im Hof», währenddem er die künftige Nutzung nach Abschluss der dritten Bauetappe unter dem Titel «Leben im Denkmal» experimentell mitentwickelt (siehe Infokasten).

Erfahrungen im Umfunktionieren von Brachen bringt der 52-Jährige Soziologe mit, beispielsweise vom Sitterwerk in St. Gallen, als eine Industrie­brache in ein Netzwerk von Kunstschaffenden und kulturwirtschaftlichen Betrieben umgewandelt wurde, oder vom Kastanienhof in St. Gallen, einer ehemaligen Offizierskaserne, als diese zum Hotel/Restaurant Militärkantine umgebaut wurde. In Wil sollen die brachliegenden Räume im Hof während der Zwischennutzung in erster Linie den Wilerinnen und Wilern zur Verfügung stehen, ihnen die Möglichkeit bieten für Veranstal­tungen, Workshops oder gesellschaftliche Treffen. Der Zugang soll niederschwellig sein, er­gänzte Stadtpräsidentin Susanne Hartmann, die den Stiftungsrat Hof zu Wil präsidiert, an einer Medienorientierung. Sie hofft, dass viele Einwohner, die den Hof noch nicht kennen, durch die im Gebäudekomplex stattfindenden Veranstaltungen und Projekte «einen Zugang» finden.

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