Kritik
SP Flawil stellt sich gegen Abschaffung des Schulrates

Mit einem konkreten Vorschlag zur Stärkung der Position des Schulrates setzt sich die SP Flawil gegen dessen Abschaffung ein. Sie hofft, damit eine Debatte in der Bevölkerung auszulösen.

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Der Schulrat soll durch eine Bildungskommission abgelöst werden. Dagegen regt sich Widerstand.

Der Schulrat soll durch eine Bildungskommission abgelöst werden. Dagegen regt sich Widerstand.

Bild: PD

(pd) Seit Flawil eine Einheitsgemeinde sei, werde die Position des Schulrates stetig geschwächt und abgewertet, schreibt die SP-Ortspartei in einer Mitteilung. Mit der vollständigen Eingliederung der Schule in die Verwaltung und der Abschaffung des Schulrates wolle der Gemeinderat den letzten Schritt vollziehen. Aber eine lebendige Schule sei kein Verwaltungsakt, eine lebendige Schule Flawil brauche Gestaltungswillen und demokratische Legitimation.

Die SP Flawil präsentiert deshalb einen konkreten Gegenvorschlag zu den Plänen des Gemeinderates. So soll der Schulrat bestehen bleiben und weiterhin mittels einer Volkswahl bestellt werden. Der Schulrat wird verpflichtet, in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen die zukunftsgerichtete Entwicklung der Schule Flawil aktiv zu gestalten. Daneben soll er im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben im Bereich der Finanzen mehr Kompetenzen erhalten.

Lebendige Schule ein wichtiger Faktor

Flawil habe sich in den letzten Jahrzehnten vom Arbeitsort in Richtung Wohn- und Lebensort entwickelt, schreiben die Sozialdemokraten. Soll diese Entwicklung erfolgreich sein, müssten die weichen Faktoren der Gemeinde Flawil gestärkt werden. Ein sehr wichtiger Faktor sei eine lebendige Schule, die notwendige Entwicklungen frühzeitig erkennt und diese mit konkreten Projekten fördert.

Mit einem gewählten Schulrat seien die Voraussetzungen deutlich besser, diese Ziele zu erreichen, als mit einer sich gelegentlich treffenden Kommission aus bereits überlasteten Mitgliedern des Gemeinderates und von diesen bestimmten externen Personen.

Die Vernehmlassung läuft noch bis Ende Juni. Die SP Flawil bezeichnet diese allerdings als «gelenkt» und verzichtet darum auf die Beantwortung der Fragen. Stattdessen erhoffe man sich mit der Präsentation eines konkreten Gegenvorschlags eine offene Diskussion in der Bevölkerung auszulösen. Etwas, das in den letzten Jahren immer seltener geworden sei, wie es im Communiqué heisst.