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Kritik an Schwerpunkt Wil West

Die Mitglieder des Gewerbevereins Oberuzwil trafen sich zur Sommerversammlung in der Garage Voney AG. Dabei fand Präsident Ernst Dobler kritische Worte für das «Jahrhundertprogramm» Wil West.
Philipp Stutz
Philipp Voney von der gleichnamigen Garage (links) und Marc Brunner, Marketingchef von Ford Schweiz. (Bild: Philipp Stutz)

Philipp Voney von der gleichnamigen Garage (links) und Marc Brunner, Marketingchef von Ford Schweiz. (Bild: Philipp Stutz)

«Im Zusammenhang mit dem Agglomerationsprogramm soll westlich von Wil eine neue Arbeitszone mit Autobahnanschluss entstehen», sagte Ernst Dobler, ein sogenanntes «Jahrhundertprojekt mit Prestigecharakter». Für dieses Vorhaben ist schon viel Druckerschwärze verwendet worden, ohne dass bisher je eine Schaufel Erde für den Anfang der Bauarbeiten ausgehoben worden ist.

Gewerbler werden aus Dorfzentren vertrieben

Das neue Raumplanungsregime, über das demokratisch abgestimmt worden sei, zwinge dazu, mit dem Boden haushälterisch umzugehen, was auch sinnvoll sei. «Nun führt dies aber dazu, dass wir angestammten Gewerbler, gerade wenn wir Mieter sind, aus den Dorfzentren vertrieben werden und kaum mehr bezahlbaren Ersatz finden», folgerte Dobler. Es sei eine Illusion zu glauben, dass sich Gewerbler in irgendeinem Retorten-Center einnisten könnten und wollten. «Wir haben unsere Standorte und Kunden lokal, und müssen auch von hier aus unsere immer noch nachgefragten Dienstleistungen anbieten können.» Er wolle das Projekt Wil West keinesfalls torpedieren, betonte Dobler: «Doch muss dieses Problem früh angesprochen werden.»

Der Präsident kam auch auf den Fachkräftemangel zu sprechen. Aus der Lehrstellenfront sei glücklicherweise Entwarnung gekommen. Dobler erinnerte daran, dass die Grundfertigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen nach wie vor Basis für Wissen und Können blieben. Akademischer Weg und Berufsbildung dürfen seiner Meinung nach nicht gegeneinander ausgespielt werden. «Wichtig ist, dass wir unsere Jugend für Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein begeistern können.»

Familienbetrieb mit zehn Mitarbeitern

Die Garage Voney an der Wiesentalstrasse besticht durch ihren Rundbau. Einst ein Filialbetrieb der Grenz-Garage Bronschhofen, bezog das Unternehmen im Jahr 1994 an der Pforte zu Uzwil diesen Neubau. «Werkstatt und Verkaufsraum befinden sich gleich nebeneinander», sagte Philipp Voney, zuständig für Verkauf und Administration. 1997 hatte sein Vater Peter Voney, Inhaber des Unternehmens, den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. 2012 wurde aus der Einzelfirma eine Aktiengesellschaft. «Wir verkaufen und reparieren Personenwagen und Nutzfahrzeuge, aber auch Occasionen», sagte Philipp Voney, der sich als Liebhaber von Oldtimern bekannte.

Ein Ausstieg wäre
ein unkluger Moment

Ford Schweiz bestehe seit 1958, sagte Marc Brunner, Marketingchef von Ford Schweiz: «Wir werden also sechzig Jahre alt.» Die Meldung einer Boulevardzeitung, Ford stehe in Europa vor dem Aus, sei reine Spekulation. «Obwohl die Gewinnmargen bescheiden sind, wäre ein Ausstieg im jetzigen Zeitpunkt ein höchst unkluger Moment.» Ford investiere viel, besitze genügend Kundschaft und Potenzial. Brunner wies darauf hin, dass beispielsweise der Ford Focus seit 20 Jahren das meist verkaufte Auto der Welt sei. «Go further», lautet das Leitmotiv der Automobilmarke aus Amerika: «Wir wollen weiter sein.» Das heisse aber auch, die CO2-Normen zu beachten und «elektrisch in die Zukunft zu gehen». Ford wolle weiterhin führender Mobilitätsanbieter bleiben.

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