Kriminalitätsstatistik
314 Diebstähle in einem Jahr: Nur in St.Gallen gibt es mehr Verstösse gegen das Gesetz als in Wil

Die Kriminalstatistik der Kantonspolizei St.Gallen zeigt auf, wo gegen die Gesetze verstossen wird. In dieser ungeliebten Rangliste hat Wil vergangenes Jahr Platz zwei von Rapperswil-Jona übernommen – hinter der Kantonshauptstadt.

Zita Meienhofer
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Nur in der Stadt St.Gallen wurden im 2020 mehr Delikte registriert als in Wil.

Nur in der Stadt St.Gallen wurden im 2020 mehr Delikte registriert als in Wil.

Bild: Kapo SG

In der Stadt St.Gallen wurden im vergangenen Jahr 4561 Verstösse gegen das Gesetz registriert, In der Stadt Wil waren es 1326, in Rapperswil-Jona 1101. Die prozentuale Differenz zum Vorjahr beträgt in der Stadt St.Gallen plus zwei Prozent, in der Stadt Wil plus 1 Prozent und in Rapperswil-Jona minus 23 Prozent. Pro 100 Einwohner sind dies in Wil 54,9 Verstösse, in St.Gallen 59,9 und in Rapperswil-Jona 40,4. Heisst auch: Wil hatte vergangenes Jahr mehr Fälle zu beklagen als Rapperswil-Jona. Das war 2019 noch anders gewesen.

Von den 1326 Verstössen gegen das Gesetzbuch in Wil sind 314 Diebstähle. Darunter fallen unter anderem Taschen- und Trickdiebstähle (11), Ladendiebstähle (138), Einschleichdiebstähle (34), Einbruchdiebstähle (45) und Fahrzeugaufbrüche (3). Ebenfalls im dreistelligen Bereich liegt die Anzahl der mutwilligen Sachbeschädigungen. Im Jahr 2020 waren es 193.

Tötungsdelikte wurden in der Stadt Wil im vergangenen Jahr keine begangen. Doch es kam zu mehreren Tätlichkeiten (47), zu einfachen Körperverletzungen (16), zu schweren Körperverletzungen (6) und zu einem Fall, bei dem das Leben in Gefahr war. Wegen Drohungen rückte die Polizei 44-mal aus, wegen Nötigung neunmal und wegen Hausfriedensbruch 20-mal.

Sechs schwere Körperverletzungen

Während die Zahlen bei den meisten Delikten in der Stadt St.Gallen von jenen der Stadt Wil deutlich abweichen, liegen die Anzahl Verstösse in Bereichen der sexuellen Integrität in beiden Städten etwa auf gleicher Höhe. Zwar sind die Fälle insgesamt in St.Gallen (78) höher als in Wil (48); sexuelle Handlungen vor oder mit Kindern waren es in St.Gallen acht und Wil neun, wegen sexueller Nötigung wurde in St.Gallen viermal, in Wil fünfmal ausgerückt, Vergewaltigungen wurden in St.Gallen neun und in Wil acht registriert.

Und: Betrüger und Fälscher gibt es auch in Wil. 22 Urkundenfälschungen wurden registriert und 42 Betrugsfälle.