Kriegsmaterial und Skurriles aus der Thur

BAZENHEID. Aufgeräumt und sauber geht die Thur in den Winterschlaf. An der samstäglichen Thurputzete des Fischereivereins Thur wurden zwischen Ulisbach bei Wattwil und der Bazenheider Mühlau Unmengen Abfall zusammengetragen. Die Funde sind zum Teil skurril.

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In die Mulde mit dem Unrat. (Bild: Olivia Hug)

In die Mulde mit dem Unrat. (Bild: Olivia Hug)

BAZENHEID. Aufgeräumt und sauber geht die Thur in den Winterschlaf. An der samstäglichen Thurputzete des Fischereivereins Thur wurden zwischen Ulisbach bei Wattwil und der Bazenheider Mühlau Unmengen Abfall zusammengetragen. Die Funde sind zum Teil skurril.

Altes Kriegsmaterial

Um die Mittagszeit treffen die voll beladenen Transporter und Anhänger bei der Schönenberger Recycling Toggenburg AG ein. Zwei Mulden stehen bereit: eine für Alteisen, eine für Brennbares. Mit einer bis anderthalb Tonnen Abfall aus der Thurputzete wird gerechnet. Fabian Sternig, Vizepräsident des Fischereivereins Thur, wird die Menge später nach oben korrigieren: «Das ist mehr als die übliche Ausbeute.» Es sind nicht nur grosse Mengen, welche die 40 Mitglieder des Fischereivereines am Samstag auf dem Abschnitt Ulisbach (Wattwil) bis Mühlau (Bazenheid) einsammeln. Es sind auch skurrile Dinge: altes Kriegsmaterial, ein Einkaufswägeli, ein Gummiboot, ein Feuerwehrschlauch, eine Leiter, Trottinetts, Pneus und Rohre. Das fast noch intakte Kanu gehört zum speziellsten Fund. «Gängige» Funde sind Möbelbestandteile, Alteisen, Plastik, Velos und PET.

Entsorgen im Fluss

Teils sind es Abfälle, welche die Thur bei Hochwasser mit sich reisst, häufig sind es Abfälle, die Badende und Brätelnde am Thurufer liegen lassen. An manchen Dingen lässt sich nur erahnen, wie oft die Bäche und der Fluss als Entsorgungsstelle missbraucht werden. Bei der Schwarzenbacher Brücke finde man immer weggeworfene Velos, schildert ein Vereinsmitglied. Vieles komme erst nach Jahren zum Vorschein, sagt Sternig. «Je nachdem, wie stark das Geschiebe im Wasser ist.»

Statutarisch festgehalten

Seit 15 Jahren führt der Fischereiverein Thur die Thurputzete durch. Im Zweijahresturnus wird ein Abschnitt der 40 Kilometer langen Pachtstrecke zwischen Ulisbach und Niederbüren geputzt. Dass sich die Fischer für die Sauberkeit am Fluss einsetzen, ist in den Vereinsstatuten festgehalten. Man will nämlich nicht nur Ertrag aus der Thur ziehen, sondern ihr auch Sorge tragen. «Jeder will an einem sauberen Gewässer fischen», sagt Sternig. (ohu)

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