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«Krasser» Sportunterricht beim Profi

KIRCHBERG. Es soll Tage geben, an denen man bis zu einhundert Mal hinfällt. Nach vorne, auf die Seite, auf den Rücken – immer und immer wieder.
Manuel Schweizer: Der ausgebildete Stuntman zeigt es vor.

Manuel Schweizer: Der ausgebildete Stuntman zeigt es vor.

Kirchberg. Es soll Tage geben, an denen man bis zu einhundert Mal hinfällt. Nach vorne, auf die Seite, auf den Rücken – immer und immer wieder. Was einer Oberstufenschülerin oder einem Oberstufenschüler wohl eher selten widerfährt, ist Alltag von Manuel Schweizer, ausgebildeter Stuntman aus Lütisburg. Dass man kontrolliert stürzen kann, mehrmals nacheinander auf den harten Boden und ohne sich dabei wehzutun, zeigt er ebendiesen Schülerinnen und Schülern während eines Stunt- und Parkourtrainings anlässlich der Sonderwoche an der Oberstufe Kirchberg. Also werfen sich diese nacheinander auf die Turnmatten und merken schnell: Was eigentlich einfach aussieht, ist nicht so leicht zu praktizieren.

Brauchbar im Alltag

Vermutlich werden nicht alle 27 Schülerinnen und Schüler, die in der Themenwoche den Bereich Sport belegen, ihre Freizeit damit zubringen, wie Traceure – so nennt man Sportlerinnen und Sportler, die Parkour oder Freerunning betreiben – ihren Weg von A nach B so zu wählen, dass sie möglichst viele Hindernisse dabei überwinden müssen. «Was wir im Training gelernt haben, ist grundsätzlich für alle Sportarten nützlich», bekräftigt Manuel Schweizer, «insbesondere das Falltraining. Umfallen tut jeder mal.»

Bevor es aber überhaupt daran geht hinzufallen, an Wänden zu klettern, Rollen zu schlagen und über einen Bock zu springen, gilt es, den Körper darauf einzustellen. Mittels Aufwärm- und Spannungsübungen bereiten sich die Jugendlichen emsig darauf vor, selbst, wenn gewisse Übungen mitunter etwas «hohl aussehen». Dieser Aspekt ist in Anbetracht dessen, was die Schülerinnen und Schüler erwartet, vernachlässigbar. Treppenstürze, Freerunning, Boxen, Höhenstürze, Akrobatik und Kampfchoreographie stehen auf dem Stundenplan, den der Stuntman für die Jugendlichen vorbereitet hat. Der etwas andere Sportunterricht eben, abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Stunttraining und Parkour seien nicht zu unterschätzen, so der Lütisburger, selbst wenn man ein guter Sportler sei. Weshalb Manuel Schweizer den Schülerinnen und Schülern bereits im Theorieteil verdeutlicht, dass man solche Übungen keinesfalls nachahmen sollte. «Machen und Können, dazwischen besteht ein riesiger Unterschied.»

Der Profi zeig es vor

Der Stuntman kann's, das glauben die Jugendlichen aufs Wort. Entsprechend wollen sie dies auch sehen. «Machen Sie mal was vor», fordern die Jungs. Und wenn Manuel Schweizer dann schnurstracks über die Matten rollt, springt und einen Salto schlägt, bleibt manch einem nur ein «Krass» an den Lippen hängen. Nicht weniger krass, dass er all dies schafft, ohne sich zu verletzen. «Man braucht als Stuntman von Natur aus einen guten Panzer», so Manuel Schweizer dazu.

Auch die Schülerinnen und Schüler überstehen den zweitletzten Tag der Sonderwoche unbeschadet. Die Begeisterung ist spürbar und die Lehrkräfte Mario Schwager und Teuvo Tuominen können sich nach drei Tagen Inlineskaten, Klettern oder Velofahren mit ihren Klassen für einmal zurücklehnen.

Olivia Hug

Schülerinnen boxen sich durch den etwas anderen Sportunterricht. (Bilder: ohu.)

Schülerinnen boxen sich durch den etwas anderen Sportunterricht. (Bilder: ohu.)

Ein Schüler probiert es aus.

Ein Schüler probiert es aus.

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