Krankenkassen verlangen Rückerstattung

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Krankenkassen fordern nun möglicherweise ihre von 2015 bis 2017 geleisteten Beiträge an die MiGeL zurück. Die Gemeinden aus der Region Wil haben derzeit noch keine Rückstellungen dafür gebildet. «Es ist völlig offen, wie eine Rückerstattung vonstattengehen soll und wer welchen Anteil zu bezahlen hätte», sagt Philipp Gemperle von der Stadt Wil. Auch Oberuzwil hat derzeit keine Rückstellungen gebildet. «Sollten die Nachforderungen per Ende 2018 konkret, jedoch noch nicht fällig sein, werden wir Rückstellungen bilden müssen», sagt Cornel Egger. Die Gemeinden wurden erst Ende Dezember 2017 über die mögliche Rückzahlung informiert. «Das war zu spät, um im Budget noch irgendetwas vorzusehen. Und zudem: Die finanzielle Dimension kennen wir nur gesamthaft, nicht pro Gemeinde», sagt Stefan Frei.

Thurgauer Gemeinden machen gesetzlich bedingt keine finanziellen Rückstellungen im Bereich Gesundheit und Soziales, wie Guido Grütter erklärt. Genauso wie Frei betont auch Münchwilens Gemeindepräsident Guido Grütter, dass die allfälligen finanziellen Auswirkungen in den Budgets nicht mehr berücksichtigt werden konnten. «Falls die Versicherer tatsächlich allesamt Rückforderungen in diesem Jahr geltend machen, dann könnte das zu entsprechenden Budgetüberschreitungen führen.» Im Bereich Gesundheit und Soziales sei das aber keine Sensation. (tm)