Kranke Blutbuche in Zuckenriet muss gefällt werden und wird durch eine Neubepflanzung ersetzt

Verschwindet ein jahrzehntealter Baum, so hat das unweigerlich eine Veränderung des Dorfbildes zu tun. Wehmut macht sich breit.

Katja Brütsch
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Noch steht die markante Buche an der Dorfstrasse in Zuckenriet.

Noch steht die markante Buche an der Dorfstrasse in Zuckenriet.

Bild: Hans Suter

Aufgrund von Faulstellen und Verpilzungen muss die markante Blutbuche beim Restaurant Eintracht an der Dorfstrasse in Zuckenriet gefällt werden. Der Stamm sei morsch und gefährdete dadurch seine unmittelbare Umgebung, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde.

Der nächste Sturm könnte der letzte sein

Marvin Flückiger, Ratsschreiber der Gemeinde Niederhelfenschwil, erklärt: «Der Revierförster hat festgestellt, dass die Buche krank ist und sich nicht mehr regenerieren wird.» Dadurch steige die Wahrscheinlichkeit, dass Äste herunterfallen oder der ganze Baum bei einem Sturm umstürze. Die Stürme im Februar haben noch keine grossen Schäden angerichtet, jedoch könne jeder weitere Sturm der letzte für die Buche sein.

Bereits in der Vergangenheit waren umfassende technische Massnahmen nötig, um den Baum am Leben zu erhalten.

Bereits in der Vergangenheit waren umfassende technische Massnahmen nötig, um den Baum am Leben zu erhalten.

Bild: Hans Suter

Damit die unter Schutz stehende Buche gefällt werden kann, braucht es eine Genehmigung des Gemeinderats. Diese ist am 23. Januar eingetroffen. In den nächsten Wochen soll der stattliche Baum gefällt werden. Um den Verlust auszugleichen, wird am selben Ort wieder eine Blutbuche gepflanzt, die wiederum unter Schutz gestellt wird.

Gemeinde beteiligt sich an den Kosten

Bäume können in das Schutzinventar aufgenommen werden, wenn sie zum Beispiel prägend für das Dorfbild, oder von historischer Bedeutung sind. Zudem muss es sich um eine einheimische Pflanze handeln. Einen festgelegten Anforderungskatalog, der erfüllt sein muss, gibt es jedoch nicht.

«Die Gemeinde Niederhelfenschwil beteiligt sich mit 900 Franken an der Neubepflanzung», erklärt Flückiger. Die restlichen Kosten gehen zu Lasten des Grundeigentümers, auf dessen Grundstück die Buche heute steht.