Kosten drücken den Gewinn

Als erste Raiffeisenbank im Hinterthurgau hat jene von Rickenbach-Wilen das Jahresergebnis veröffentlicht. Trotz tieferem Gewinn war es ein gutes 2015.

Olaf Kühne
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RICKENBACH/WILEN. «Wir sind zufrieden», sagt Joe Schönenberger. Der Bankleiter der Raiffeisen-Genossenschaft Rickenbach-Wilen veröffentlichte den Jahresabschluss seiner Bank – und konnte fast ausnahmslos positive Zahlen vermelden.

Minusverzinsung kein Thema

So stiegen die Kundenausleihungen um 7,2 Prozent. In Franken von 205 auf 220 Millionen. «Der Trend zum eigenen Heim ist immer noch ungebrochen», schreibt die Bank in ihrer Medienmitteilung. «Auch das Gewerbe und die Kleinunternehmen sowie die öffentliche Hand nutzen die Möglichkeit zur günstigen Kapitalaufnahme. Dank der tiefen Zinsen wird sich das auch nicht ändern.» Ebenso vertrauten Kunden der Bank vergangenes Jahr zusätzliche dreieinhalb Millionen Franken an. Der Zins, den sie dafür erhalten, belaufe sich allerdings bei «nahezu allen Konten» auf null Prozent, sagt Schönenberger. Eine Minusverzinsung sei hingegen für die Genossenschaft Rickenbach-Wilen derzeit kein Thema.

Weniger Gewinn

Trotz anhaltend tiefer Zinsmargen hätte die Bank mit Steigerungen in fast allen Geschäftsbereichen also auch ihren Gewinn steigern können. Doch gleichzeitig gestiegene Kosten machen der Genossenschaft einen Strich durch die Rechnung. Der Jahresgewinn sank im Vergleich zum Vorjahr auf neu noch 410 000 Franken. «Wir haben mehr für Werbung ausgegeben und eine zusätzliche Teilzeitstelle geschaffen», erklärt Schönenberger auf Anfrage unserer Zeitung.

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