Kooperation im Alter

Die Gemeinden Wil, Niederhelfenschwil, Zuzwil, Rickenbach, Wilen und Bronschhofen arbeiten seit Ende 2007 an einem gemeinsamen Projekt.

Drucken

bronschhofen. Verschiedene Gründe haben diese Gemeinden dazu bewogen, Zusammenarbeitsformen zu diskutieren und zu prüfen. Einerseits erfolgen heutzutage Heimeintritte immer später, meist erst bei Vorliegen einer starken Pflegebedürftigkeit. Zuvor wird so lange wie möglich die Spitex in Anspruch genommen. Andererseits wird es für die Gemeindebehörden als Führungs- und Aufsichtsbehörden der gemeindeeigenen Heime je länger je schwieriger, den Überblick über die gesetzlichen und pflegerischen Anforderungen und Vorschriften zu behalten und so die Heime wirkungsvoll zu führen und zu überwachen.

Nicht zuletzt kann mit einer übergreifenden Zusammenarbeit, aber auch mit dem Dienstleistungsgedanken zugunsten der Bevölkerung besser Rechnung getragen werden.

Aktiengesellschaft am besten

Als Zwischenergebnis wurde die Organisationsform einer möglichen Lösung skizziert. Eine Betriebsgesellschaft in Form einer Aktiengesellschaft mit gemeinnützigem Zweck kann den Bedürfnissen der Heimbewohnenden, ihrer Angehörigen, der Bevölkerung und den Gemeinden am besten Rechnung tragen.

Als Aktionäre beteiligen sich ausschliesslich Gemeinden. Die fachliche und unternehmerische Führung wird in die Hände von Fachleuten gelegt.

Unterteilt in vier Bereiche, übernimmt die Aktiengesellschaft die bisherigen Heimbetriebe, die ambulante Pflege der Spitex, die Hotellerie und erbringt im Bereich «Zentrale Dienste» Leistungen für die ganze Betriebsgesellschaft. Dabei sollen die bisherigen Standorte der Heime erhalten bleiben. Eine Drehscheibe wird neu als Informations- und Koordinationsstelle geschaffen.

Sie soll der Bevölkerung einerseits unabhängige Beratung bieten und andererseits einen unbürokratischen Zugang zu Leistungen ermöglichen sowie insbesondere die Suche nach Heimplätzen erleichtern.

Der Gemeinderat Bronschhofen hat entschieden, auch die nächste Projektphase in Angriff zu nehmen. In dieser werden ein Detailkonzept sowie Entscheidungsgrundlagen für die einzelnen Gemeinden ausgearbeitet.

Mit Ausnahme von Zuzwil haben sich die übrigen beteiligten Gemeinden ebenfalls für die Weiterführung des Projekts entschieden.

Kosten gemäss Einwohnerzahl

Die Aufteilung der Projektkosten erfolgt nach Anzahl Einwohnenden. Für die Phase 3 hat die Gemeinde Bronschhofen rund 43 000 Franken aufzuwenden. Dieser Betrag ist im Voranschlag 2010 enthalten. Bis Anfang 2011 kann mit den Ergebnissen aus der dritten Phase gerechnet werden.

Stimmen die beteiligten Gemeinden der Gründung der Aktiengesellschaft zu, so wird das Jahr 2012 für Vorbereitungs- und Umsetzungsarbeiten genutzt. (gk.)