Konzert mit furioser Virtuosität

Das neue «Il Mosaico»-Programm verspricht «furiose Virtuosität». Das Orchester aus dem Toggenburg gastiert für ein Konzert am 11. November in der Tonhalle. Mit dabei sind zwei mehrfach ausgezeichnete Solisten.

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Zwei aussergewöhnliche Solisten stehen in Konzerten von Paganini und Liszt am Sonntag auf der Bühne der Tonhalle: die erst 18jährige Zürcher Geigerin Bomi Song und der in Basel lebende, mehrfach ausgezeichnete ukrainische Pianist Andriy Dragan.

Teufelsgeiger und Weltbürger

«Il Mosaico», das Orchester der Kanti Wattwil und der Musikschule Toggenburg, studiert neben den grossen klassischen Hits auch immer wieder Programme ein, in denen spezielle Werke in einem besonderen Rahmen präsentiert werden, so auch diesmal mit «Virtuoso». Im Konzert werden Texte zu Leben und Wirken der Komponisten die Musik ergänzen und somit vertiefte Einblicke in die faszinierenden Klangwelten der beiden «Magiere» ermöglichen. Wie zu den Zeiten der beiden wird ein Fanshop eine spannende Auswahl an Artikeln – von der Krawatte bis zur Postkarte, vom T-Shirt bis zum Regenschirm – feilbieten. Der Reinerlös kommt der «Il Mosaico»-Reisekasse zugute.

Paganini und Liszt waren die ersten Superstars der Musikgeschichte. Auf ihren Tournées quer durch Europa brachten sie das Publikum zur Raserei. Niccolò Paganinis Konzerte mussten unter Polizeischutz stattfinden. Seine Zeitgenossen sahen ihn als dämonische Figur, sogar als Sohn des Satans – deshalb gab man ihm den Namen «Teufelsgeiger».

Legendäre Konzertauftritte

Franz Liszt war Musikvisionär, Komponist und Klaviervirtuose. Als Kosmopolit seiner Zeit bespielte er Europa und versetzte dabei das Publikum in höchste Verzückung. Im Umfeld seiner legendären Konzertauftritte entwickelte sich ein regelrechter Devotionalienhandel mit Fanartikeln aller Art. Liszt galt als hemmungsloser Frauenheld. Er zog sich später zurück, um sich der katholischen Religion zu widmen.

1994 in Zürich als Tochter koreanischer Eltern geboren, begann Bomi Song ihren musikalischen Lebensweg im Alter von vier Jahren am Klavier. Ein Jahr später erhielt sie ihren ersten Violinunterricht. 2008 begann sie ihr Bachelor-Studium bei Nora Chastain an der Zürcher Hochschule der Künste, das sie seit Herbst 2011 in Berlin fortsetzt. Bomi Song ist mehrfache Preisträgerin verschiedener Musikwettbewerbe. Das Schweizer Fernsehen produzierte drei halbstündige Porträts über sie, welche international ausgestrahlt wurden.

Aus zahlreichen Wettbewerben in Deutschland, der Ukraine und der Schweiz ging Andriy Dragan als Preisträger hervor. Als Gewinner des «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes» durfte sich der ukrainische Pianist Andrij Dragan 2009 mit einem Débutkonzert dem Publikum des Lucerne Festivals vorstellen. Geboren wurde er am Neujahrstag 1986 in Lviv, als Sohn einer Musikerfamilie. 1993 wurde er in das Musikinternat seiner Heimatstadt aufgenommen. 2004 wechselte Andrij Dragan dann nach Basel, wo er bei Adrian Oetiker studierte.

«Virtuoso», Sonntag, 11. November, 17 Uhr, Tonhalle. Eintritt frei.

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