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Konzert mit berührender Musik zu Allerseelen

NIEDERBÜREN. Nicht Traurigkeit sollten die Arien und Orgelstücke verbreiten, sondern Trost und Hoffnung. Die Sopranistin Elisabeth Germann und der Organist Tobias Willi boten den Zuhörern bei ihrem Konzert am Sonntag in der Pfarrkirche Niederbüren stimmungsvolle Musik.

NIEDERBÜREN. Nicht Traurigkeit sollten die Arien und Orgelstücke verbreiten, sondern Trost und Hoffnung. Die Sopranistin Elisabeth Germann und der Organist Tobias Willi boten den Zuhörern bei ihrem Konzert am Sonntag in der Pfarrkirche Niederbüren stimmungsvolle Musik. Im ersten Teil führten sie Werke von Felix Mendelssohn auf. Elisabeth Germann eröffnete den Abend mit der Arie des Engels aus dem Oratorium Elias «Sei stille dem Herrn und warte auf ihn». Tobias Willi spielte die dritte Orgelsonate in A-Dur. Mendelssohn hat es darin verstanden, die Spannung zwischen Freud und Leid in Musik zu fassen – und der Organist interpretierte das Werk beeindruckend.

Spiegel des Lebens

Flehend und bittend sang die Sopranistin aus dem 42. Psalm «Meine Seele dürstet nach Gott». Die Vertonung dieses Psalms entstand grösstenteils1837 während Mendelssohn's Hochzeitsreise mit der Pfarrerstochter Cécile Jeanrenaud. Die strahlende, warme Stimme der Sopranistin erfüllte den sakralen Raum.

Im Zentrum stand das anspruchsvolle Werk «Speculum Vitae» des belgischen Komponisten Flor Peeters. In den ersten beiden Teilen wird die Stimmung zu den Tagesabschnitten dargeboten, in der Nacht der sternenübersäte Himmel über dem Meer bewundert und im Morgenrot die Auen, Bäche und Vögel in der freien Natur. Beide Teile enden mit einem Lobpreis Gottes. Der Abend bringt allen Menschen Ruhe und Frieden. Gott wird gebeten, in der Stunde des Todes Frieden zu verleihen, was sehr passend zum Allerseelensonntag war.

Der grosse Bach zum Schluss

Johann Sebastian Bach hat über 200 Kantaten geschrieben. Aus der Kantate 82 stammt die Arie «Schlummert ein ihr matten Augen» und aus der Nummer 127 «Die Seele ruht». Elisabeth Germann verstand es, mit ihrer Stimme den Gehalt und das Wesen der Arien musikalisch auszudeuten und ins Publikum zu tragen. Dasselbe gilt für den Organisten. Die von ihm gespielten Werke gingen unter die Haut. Es war spür- und hörbar, dass sich der Organist einliess auf die Bach'sche Musik und Weltanschauung und diese auf der Orgel ausgezeichnet darbot. (vk)

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