Konzentration auf Kunden

Die 80. Generalversammlung der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil fand am Samstagabend in zwei Gemeinden gleichzeitig statt. Beinahe 2000 Genossenschafter folgten der Einladung.

Jonas Lüdi
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Für Messer und Gabel ist eine Kreuzfahrt eine katholische Schiffsreise. Das Comedy-Duo unterhielt an der Raiffeisen-GV. (Bilder: Jonas Lüdi)

Für Messer und Gabel ist eine Kreuzfahrt eine katholische Schiffsreise. Das Comedy-Duo unterhielt an der Raiffeisen-GV. (Bilder: Jonas Lüdi)

OBERUZWIL. Um den verschiedenen Gemeinden gerecht zu werden, die im Verbund der Raiffeisenbank Flawil-Degersheim-Mogelsberg-Oberuzwil vereint sind, wurde die Generalversammlung wiederum an zwei Orten gleichzeitig durchgeführt. Die Ergebnisse aus Abstimmungen und Wahlen wurden daher fortwährend zwischen dem Standort in Oberuzwil und jenem in Degersheim ausgetauscht. Für das Votum waren an den beiden Örtlichkeiten beinahe 2000 Genossenschafter und Genossenschafterinnen zu verzeichnen. So war es kaum erstaunlich, dass sich die Gäste für das Abendessen im Anschluss auf 38 Restaurants in der Gegend aufteilen sollten. Der Präsident des Verwaltungsrates, Christoph Brunner, führte gemeinsam mit Michael Turi, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bankleitung, die Generalversammlung in Oberuzwil durch.

Spitz wie eine Gabel

Wie gewohnt wartete die Raiffeisenbank mit einer hochwertigen Bühnen-Performance auf. Sie konnte das bekannte Comedy-Duo Messer und Gabel für sich gewinnen, das in gewohnter Appenzeller Manier und mit dem neuen Programm «Fadegrad» den Abend äusserst humorvoll startete. «Oft werden wir gefragt, wer von uns denn nun das Messer und wer die Gabel sei», begann René Sulser und erklärte: «Er ist scharf wie ein Messer.» Darauf deutete Rolf Kern auf sein Gegenüber und meinte: «Und er ist spitz wie eine Gabel.» Die Grimasse, die René Sulser daraufhin zog, liess das Gelächter durch den ganzen Saal schallen. Es folgten Geschichten, die scheinbar aus ihrem Alltag stammten. «Kürzlich habe ich meine Frau mit dem Knecht auf dem Sofa erwischt», gestand Rolf Kern. Darauf entgegnete René Sulser: «Hoffentlich hast du etwas dagegen getan!» «Ja, ich habe das Sofa verkauft.»

Unsichere Gewässer

Christoph Brunner bedankte sich herzlich bei den beiden Komödianten und leitete geschickt zu den weiteren Themen des Abends über. Die Finanzindustrie befände sich noch immer in einer Phase des Umbruchs. Seit Jahren seien die verschiedenen Banken mit Schwierigkeiten konfrontiert und in Rechtsstreitigkeiten mit anderen Ländern verstrickt. «Nicht so die Raiffeisenbank.» Sie hätte sich weitgehend unbelastet von internationalen Restrukturierungen auf die Beratung der Kunden und das Bankgeschäft konzentrieren können. Nur dank der daraus resultierenden Erfolgswelle sei es möglich gewesen, sich mit zukunftsorientierten Projekten – wie dem Bau des Bankgebäudes in Flawil – beschäftigen zu können.

Tragbarkeit sichergestellt

«Immer wieder wird vor einer Überhitzung im Bankengeschäft gewarnt», hob Michael Turi hervor. Um nicht in diesen Strudel zu geraten, müssten auch Finanzierungen abgelehnt werden, wenn die Kriterien nicht erfüllt seien. Daher seien die Ausleihungen im Jahr 2013 etwas tiefer ausgefallen. Die Tragbarkeit sei dadurch allerdings aber stets sichergestellt. Immer wieder wurde betont, dass die Qualität des Personals für die Raiffeisenbank hohe Priorität habe. Nach den Rücktritten von Alain Siegenthaler und Othmar Bossart aus dem Verwaltungsrat sei deshalb Nachfolgerin Mirjam Untersee nach sehr genauen Kriterien ausgesucht worden. Bei den Abstimmungen in Oberuzwil und Degersheim wurde sie dann auch einstimmig gewählt.

Christoph Brunner

Christoph Brunner