Kontrollsystem soll Fehler und Missbräuche verhindern

WIL. Gemäss Gemeindegesetz des Kantons St. Gallen muss jede Stadt und Gemeinde ein der Grösse des kommunalen Finanzhaushaltes angepasstes internes Kontrollsystem (IKS) erstellen.

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WIL. Gemäss Gemeindegesetz des Kantons St. Gallen muss jede Stadt und Gemeinde ein der Grösse des kommunalen Finanzhaushaltes angepasstes internes Kontrollsystem (IKS) erstellen. Dieses soll insbesondere die zweckmässige Verwendung der Mittel sicherstellen sowie Fehler und Unregelmässigkeiten bei der Haushaltsführung verhindern. Der Stadtrat Wil hat ein Projekt zur Ausarbeitung eines solchen IKS initiiert und eine Projektgruppe eingesetzt.

Unterstützend bei Zielerreichung

Ziel ist es, dass das IKS der Stadt Wil alle organisatorischen Massnahmen umfasst, um die Zuverlässigkeit und Verlässlichkeit der Finanz- und Führungsinformationen sicherzustellen, die Führung in ihrer Rechenschaftspflicht zu unterstützen und das Gemeindevermögen zu schützen. Zudem soll das System dazu beitragen, dass wesentliche Gesetze, Normen und Reglemente eingehalten werden sowie allfällige Fehler oder Unregelmässigkeiten verhindert, vermindert oder aufgedeckt werden. Sodann ist mit dem IKS die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Buchführung sicherzustellen und das Korruptionsrisiko und Missbräuche zu vermindern respektive zu vermeiden. Das IKS wirkt unterstützend bei der Erreichung der Ziele und Vorgaben der Stadt durch eine wirksame und effiziente Geschäftsführung sowie bei der Sicherstellung ordnungsgemässer, ethischer, effizienter und wirksamer Prozessabläufe. Vor diesem Hintergrund definiert der Stadtrat das IKS als Gesamtheit aller vom Rat angeordneten Massnahmen, die dazu dienen, einen ordnungsgemässen Ablauf des betrieblichen Geschehens sicherzustellen. Die Kontrollen sind in den Prozessen integriert, sprich sie erfolgen arbeitsbegleitend oder sie sind dem Arbeitsvollzug unmittelbar vor- oder nachgelagert. Das IKS wird auf allen Stufen der Stadt Wil betrieben und bedingt ein hohes Mass an Eigenverantwortung der Mitarbeitenden.

Projektgruppe eingesetzt

In Zusammenarbeit mit der BDO AG, der für die Stadt Wil tätigen Revisionsfirma, hat die städtische Finanzverwaltung ein Konzept zur Bestimmung von Form und Umfang des IKS der Stadt Wil erarbeitet, das vom Stadtrat genehmigt worden ist. Gleichzeitig hat der Stadtrat den Leiter der Finanzverwaltung, Reto Stuppan, als städtischen IKS-Beauftragten für den Finanzbereich bestimmt und ihn zusammen mit Heidy Gämperle (Mitarbeiterin Finanzverwaltung), Urs Moser (Mitarbeiter Lohnbuchhaltung) sowie mit Marion Schuchert von der BDO AG (externe Projektbegleitung) für den Finanzbereich als Projektteam eingesetzt. Dieses Projektteam, das je nach Themen punktuell mit weiteren Personen aus der Stadtverwaltung ergänzt werden kann, wird das städtische IKS-Konzept erarbeiten und dem Stadtrat zur Beratung und Genehmigung vorlegen. (sk)