Kontinuität beim EHC Uzwil?

«Hadorn tritt per sofort zurück» (Wiler Zeitung vom 27. Dezember 2012) Mit der Meldung über Roger Hadorns Rücktritt haben sich viele Hoffnungen in Luft aufgelöst. Einerseits betrifft dies die finanzielle Stabilisierung, andererseits aber auch die strategische und sportliche Neuausrichtung des Vereins.

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«Hadorn tritt per sofort zurück» (Wiler Zeitung vom 27. Dezember 2012)

Mit der Meldung über Roger Hadorns Rücktritt haben sich viele Hoffnungen in Luft aufgelöst. Einerseits betrifft dies die finanzielle Stabilisierung, andererseits aber auch die strategische und sportliche Neuausrichtung des Vereins.

In den Medien wird zwar davon gesprochen, der verbleibende Vorstand wolle die Kontinuität aufrechterhalten, doch stellt sich den Unterzeichnenden die Frage, von welcher Kontinuität hier gesprochen wird. Die einzige Kontinuität, die allenfalls aufgezeigt werden kann, besteht in einem Trainer, welcher als guter Ausbilder gilt und weiter beschäftigt wird.

Dass damit der Verein sportlich wie finanziell ein (zu) hohes Risiko eingeht, davor verschliesst der Vorstand seine Augen. Davon können Sie sich auch selber überzeugen. So ist auf der Webseite des EHC Uzwil kaum noch eine komplette Mannschaft pro Altersklasse zu finden.

Dies spiegelt sich in der 1. Mannschaft wider, wo man Uzwiler Eigengewächse entgegen den früheren Jahren kläglich vermisst. Hier haben es die Verantwortlichen in den letzten Jahren ganz klar verpasst, eine Kontinuität überhaupt zu etablieren.

Fraglich ist weiter, wieso man einen Profitrainer weiter verpflichten will, wenn man nicht einmal die Gewissheit hat, dass die 1. Mannschaft die Liga halten kann.

Dass man in finanziell schlechten Zeiten auch noch einen guten Finanzchef ziehen lässt, der es verstehen würde, den Verein wieder auf sichere Beine zu stellen, zeigt auch von der wirtschaftlichen Seite her, dass der verbleibende Vorstand sein Handwerk nicht versteht.

Wir schätzen die unentgeltliche Arbeit des Vereinsvorstandes sehr, welcher sich in seiner Freizeit für das Wohl des Vereins einsetzt. Dieser sollte aber auch spüren, wenn die Mehrheit des Vereinsumfeldes (Fans, Sponsoren, Eltern usw.) nicht mehr hinter der strategischen und sportlichen Ausrichtung und letztlich hinter den personellen Entscheidungen steht. Wenn das Fass überlaufen ist, wird sich dieses Umfeld wehren oder dem Verein den Rücken kehren, was sich zweifellos an den rückläufigen Zuschauerzahlen zeigt.

Es ist jetzt fünf vor zwölf! Die Zeit eines Profitrainers, der sich fast nur um die Belange der 1. Mannschaft kümmert, ist im heutigen Umfeld vorbei. Dieses Geld muss jetzt unbedingt auch in die Juniorenausbildung, welche die Basis des Vereins bildet, investiert werden.

Sandro Metzger, Hansi Hohl, Andreas Klenner, Fredy Leuenberger, Kurt Lustenberger, Michael Seger, Willi Moser, Albert Schneider, Martin Schneider, Patrik Högger, Michael Buff, Richard Metzger, Hasi Neff, Elmar Gehrig, Ruedi Müller, Rolf Eggenberger

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