KONSENS: Strasse bleibt baumfreie Zone

Einsprachen haben die im Jahr 2015 geplante Sanierung und Gestaltung der Grubenstrasse in Flawil verhindert. Jetzt liegt ein überarbeitetes Projekt vor: Auf verkehrsberuhigende Massnahmen wird verzichtet.

Andrea Häusler
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Die Grubenstrasse gilt nicht als Quartierstrasse, sondern als Sammelstrasse, auf der auch der Ortsbus verkehrt. (Bild: Andrea Häusler)

Die Grubenstrasse gilt nicht als Quartierstrasse, sondern als Sammelstrasse, auf der auch der Ortsbus verkehrt. (Bild: Andrea Häusler)

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch

Die Bagger hätten bereits vor knapp zwei Jahren auffahren sollen. Doch bis heute hat sich an der Grubenstrasse, konkret im definierten Sanierungsabschnitt Flora- bis Meierseggstrasse, nichts Sichtbares getan. Zwar wurden noch im Spätsommer 2015 die Kanalisations- und Werkleitungen erneuert, das Strassengestaltungsprojekt hingegen gelangte nicht zur Ausführung. Aufgrund des massiven und geschlossenen Widerstands von Anwohnern gegen die Art der Neugestaltung. Dieser hatte sich in 106 Unterschriften und einer Einsprache manifestiert. Bemängelt worden waren seinerzeit diverse Einzelmassnahmen; gefordert eine Redimensionierung des Sanierungsprojekts. Zentrale Kritikpunkte waren die geplanten Strassenverengungen, die Aufhebung des durchgehenden Trottoirs bei der Einmündung der Alpsteinstrasse, die Pflästerungen zwischen Fahrbahn und Trottoir sowie das Setzen von Bäumen und Pfählen.

Begehung und Information vor der Projektauflage

Die Gemeinde als Bauherrin, namentlich die verantwortliche Bau- und Infrastrukturkommission, sah angesichts der schwierigen Voraussetzungen nur einen gangbaren Weg: Die Überarbeitung des Bauvorhabens und diese unter Einbezug der Gegner der ersten Planung. Jetzt liegt das neue Gestaltungs- und Sanierungsprojekt vor. Am 13. März waren Anwohner und weitere Interessierte eingeladen, sich an Ort und Stelle über die nun vorgesehenen baulichen Massnahmen informieren zu lassen. Rund 50 Personen seien der Einladung gefolgt, sagt Flawils Geschäftsleiter Bau & Infrastruktur, René Bruderer, auf Anfrage. Trotz kritischer Stimmen sei der Grundtenor positiv gewesen.

Das neue Projekt sei ein stark redimensioniertes. Auf bauliche Massnahmen zur Schulwegsicherheit beziehungsweise Verkehrsberuhigung werde weitgehend verzichtet – die einst vorgesehenen Baumgruben, Pfähle etc. seien thematisch vom Tisch. «Wir sind zum Schluss gekommen, dass die stark und auch von Lastwagen und dem Ortsbus befahrene Grubenstrasse nicht als Quartierstrasse klassifiziert werden kann», erklärt Bruderer. Es handle sich vielmehr um eine Sammelstrasse, ab welcher der Verkehr in die Quartiere geleitet werde. Aufgrund dessen sehe die überarbeitete Planung auch eine durchgehende Strassenbreite von sechs Metern vor.

Öffentliche Auflage ab 12. April

Am Montag wurde der neue Sanierungsvorschlag in der Baukommission verabschiedet. Das Projekt wird am 12. April öffentlich aufgelegt. Die Auflagefrist dauert bis zum 11. Mai.