Kommentar
Uzwiler Augartenkreuzung: Ein Scherbenhaufen, der nötig war

Die Uzwiler Augartenkreuzung muss saniert werden. Doch seit dieser Woche ist man zurück auf Feld eins. Nun braucht es Kompromissbereitschaft – mehr denn je.

Larissa Flammer
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Blick auf die Augartenkreuzung in Uzwil.

Blick auf die Augartenkreuzung in Uzwil.

Bild: Larissa Flammer

Das Projekt des Kantons zur Augarten-Sanierung war unbefriedigend. Von «Pflästerlipolitik» schrieb diese Zeitung vor der Diskussion im Kantonsrat. Die Lösung hätte nur für wenige Jahre Abhilfe geschaffen. Die breite Kritik im Kantonsrat zeigte: Das Projekt konnte nicht überzeugen. Oder zumindest lagen zu wenige Informationen über mögliche Alternativen vor. Leidtragende sind die Uzwilerinnen und Uzwiler, welche während weiterer Jahre Tag für Tag im Stau stehen werden. Wegen des Entscheids des Kantonsrats stehen sie vor einem Scherbenhaufen.

Immerhin scheint allen bewusst zu sein, dass die Kreuzung saniert werden muss. Regierungsrätin Susanne Hartmann hat gleich nach dem Entscheid angekündigt, rasch das Gespräch mit dem Uzwiler Gemeindepräsidenten zu suchen. Diese Absichtserklärung ist ein positives Zeichen – Zusammenarbeit ist nun gefragt und dringend nötig.

Parteipolitische Interessen sollten Anlass sein, das Projekt mitzugestalten. Und nicht dazu führen, es am Ende noch zu verhindern. Der Kanton tut gut daran, verschiedene Optionen vertieft zu prüfen – und vor allem darüber zu informieren, welche Ideen aus welchen Gründen nicht weiterverfolgt werden. Ob eine Unterführung die beste Lösung für den Augartenknoten ist, wird sich also zeigen. Von den Kantonsräten kann erwartet werden, dass sie auf die Expertise der Fachplaner hören – und nicht auf ihren Positionen beharren. Da links und rechts dagegen sind, braucht es Kompromissbereitschaft – mehr denn je.