Kolumne
Ein neues Virus: Doch wie lange hält das Fieber an?

Kaum scheint die Coronasituation sich langsam zu entspannen, droht die nächste Seuche Europa heimzusuchen. Bisher gibt es erst wenige Fälle, doch ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen scheint auch bei diesem neuartigen Virus nicht ausgeschlossen.

Gianni Amstutz
Gianni Amstutz
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Am Samstag um 15 Uhr bestreitet die Nati ihr erstes Spiel an der Europameisterschaft gegen Wales.

Am Samstag um 15 Uhr bestreitet die Nati ihr erstes Spiel an der Europameisterschaft gegen Wales.

Bild: Toto Marti/Freshfocus

Infizierte zeigen verschiedene Symptome. Dazu zählen erhöhte Herzfrequenz, emotionale Instabilität, was sich sowohl in spontanen Glücksgefühlen als auch Anflügen von Trauer äussern kann sowie ein aussergewöhnlich ausgeprägtes Durstgefühl, das oft mit Bier gestillt wird.

Ähnlich wie bei der saisonalen Grippe scheint es sich um ein wiederkehrendes Virus zu handeln. Allerdings werden die Ausbrüche nicht in einem jährlichen, sondern zweijährlichen Rhythmus beobachtet. Die für das vergangene Jahr prognostizierte Welle ist jedoch unerwartet ausgeblieben. Aus früheren Jahren weiss man, dass auch eine morgendliche Müdigkeit sowie Konzentrationsprobleme bei der Arbeit auftreten können.

Kein Muster erkennbar

Ein geografisches Muster abzuleiten ist laut Experten jedoch äusserst schwierig. So waren Italien und die Niederlande regelmässig stark betroffen, beim letzten Auftreten der Krankheit 2018 wurden in diesen Ländern jedoch keine Fälle registriert.

Auch heuer hat sich kein klares Muster herauskristallisiert. Das Fieber kommt sowohl im Süden Europas als auch im Norden vor. Es scheint jedoch vor einigen Landesgrenzen halt zu machen. So sind beispielsweise England, Schottland und Wales betroffen, während Nordirland und Irland verschont bleiben.

Sind manche Personen immun?

Stutzig macht die Forscher auch der Umstand, dass ein Teil der Bevölkerung komplett immun zu sein scheint. Auch an ihnen geht das Virus jedoch nicht spurlos vorbei. Sie haben mit Nebenerscheinungen wie Isolation und kurzfristigem Verlust des sozialen Umfelds zu kämpfen.

Es gibt aber auch positive Nachrichten: Experten sind sich relativ sicher, dass die Fieberwelle spätestens am 11. Juli abflachen und danach rasch komplett verschwinden wird. In der Schweiz könnte es schon früher der Fall sein. Wie lange das Fussballfieber hier anhält, hängt von Xhaka, Schär und Co. ab.