KOLLEKTE: Einsatz für Bedürftige: Jede Focaccia zählt

Die Focacceria-Restaurants in Wil und St. Gallen veranstalten dieses Jahr eine Spendenaktion. Der ganze Tagesumsatz vom 24. Dezember soll an die Aktion «Jeder Rappen zählt» gespendet werden.

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Das junge Team der Focacceria Wil hat sich für den morgigen Einsatz bei der Spendenaktion freiwillig gemeldet und freut sich darauf. (Bild: PD)

Das junge Team der Focacceria Wil hat sich für den morgigen Einsatz bei der Spendenaktion freiwillig gemeldet und freut sich darauf. (Bild: PD)

Die Focacceria, die nebst dem Restaurant in St. Gallen seit Anfang Dezember auch eines in Wil geöffnet hat, veranstaltet schon ihre zweite grössere Spendenaktion. Letztes Jahr hat die Focacceria Kleider, Spielsachen und Süssigkeiten für Flüchtlingskinder gesammelt und an Flüchtlingsunterkünfte in der Umgebung verteilt. Ausserdem spendete sie einen Grossteil der gesammelten Waren an die Osthilfe. «Heute sieht die Flüchtlingssituation noch kein Stück besser aus, weshalb wir dieses Jahr erneut eine grosse Spendenaktion durchführen möchten», sagt Florian Reiser, Teilhaber der Focacceria St. Gallen und Wil. Dieses Jahr wird die Aktion so ablaufen, dass die beiden Restaurants morgen Samstag von 10 bis 16 Uhr geöffnet sind. Alle Mitarbeiter der Focacceria arbeiten unentgeltlich. Der ganze Tagesumsatz inklusive 100 Prozent des Trinkgelds werden an die Aktion «Jeder Rappen zählt» gespendet, welche dieses Jahr Kinder alleine auf der Flucht unterstützt. «Ich rechne mit einem Tagesumsatz von insgesamt 9000 Franken», sagt Florian Reiser. Die morgen anfallenden Warenkosten werden die Betriebe von Florian Reiser und seiner Schwester übernehmen.

Auf die Idee mit der Spendenaktion kam Reiser mit seiner Frau. Sie haben zwei kleine Kinder, weshalb ihnen das Schicksal der Flüchtlingskinder nahe geht. «Uns macht nicht der Gewinn stolz, sondern wenn es möglichst vielen Menschen um uns gut geht», sagt er. Nebst der Spendenaktion hat die Focacceria diesen Monat jede Woche einer bedürftigen Familie ein Essen geschenkt.

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@wilerzeitung.ch