Körper und Geist «bewegt»

Die Lehrkräfte des grossen Kindergartenjahrs und der Unterstufe organisierten eine Olympiade mit allerlei interessanten Sportangeboten. Genauso wichtig wie die sportliche Leistung war der achtsame Umgang untereinander.

Annelies Seelhofer-Brunner
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OBERUZWIL. Mit farbigen geometrischen Formen wurden die einzelnen Gruppen bezeichnet. Zudem wurde jedes Kind mit einer Klebeetikette mit Namen und Gruppensymbol angeschrieben. Kinder einer sechsten Klasse halfen beim Anzeigen der Postenwechsel, sinnigerweise mit der von der Fussball-WM in Südafrika her unvergessenen Vuvuzela. Drei Elternforums-Mitglieder setzten sich für einen reibungslosen Ablauf der Mittagsverpflegung ein.

Vielfältige Angebote

Mit einem Korkzapfen zwischen den Zehen galt es, eine kurze Strecke zu bewältigen. Durch eine präparierte Loch-Torwand zielten mehr oder weniger versierte Kicker, je kleiner das Loch, desto grösser die Punktezahl. Der «Fluch der Karibik» holte manches Kind ein, wenn sein winziges Fahrzeug kippte und deshalb zu wenige Schätze gesammelt werden konnten. Büchsenpyramide zum Einsturz bringen, mit einem riesigen Schirmdach und einem Ball eine Art Gruppenfussball betreiben oder auf dem Pingpongtisch kleine Bällchen in Becher treffen, gehörte ebenfalls zu den Herausforderungen.

Wiesenspiele

Selbst die gleiche Wäsche immer wieder auf- und abzuhängen brachte Punkte ein. Auch Sackhüpfen gehörte zu den Plauschspielen. Hatte man dafür früher einfach einen Kartoffelsack genommen, so stiegen die Oberuzwiler Kinder diesmal in überdimensionierte Stofftaschen samt Griffen. Tief im Weidenlabyrinth versteckt lagen drei Kisten mit Buchstaben. Damit sollten auf einer Wolldecke vor dem Schulhaus möglichst viele Wörter geschrieben werden. Hier waren die Kinder vertieft in die Wörtersuche und hörten anfänglich oft gar nicht, dass die Vuvuzela wieder gelärmt hatte.

Siegerehrung

Dicht gedrängt sassen Kinder auf den Stufen hin zum roten Platz. Dahinter säumte eine stattliche Anzahl interessierter Bezugspersonen das lebendige Bild. An diesem Tag stand kein Einzelsieg im Vordergrund, sondern das Gruppenspiel. Eine Lehrerin verlas von hinten her die Rangliste. Das erhöhte natürlich die Spannung. Die Gruppe mit dem grünen Dreieck gewann, gefolgt vom violetten Viereck und dem grünen Stern.

Grosseinsatz der Lehrkräfte

Für einen Grossanlass dieser Art braucht es viel Vorbereitung. Zum Glück lief alles ziemlich reibungslos und zeitgerecht ab, so dass sich die Vorbereitung auch auszahlte. Wenn auch an einem derartigen Tag nicht gelesen oder gerechnet wird, so lernen Kinder doch enorm viel. Der sportliche Ehrgeiz muss zugunsten Schwächerer zurückstehen. Ferner lernen sich Kinder verschiedener Klassen besser kennen, was einer anonymen Schule entgegenwirkt. Und zudem es ist ja heute kein Geheimnis mehr, dass Bewegung auch den Geist «bewegt»…