Kochen wie vor 2000 Jahren

BAZENHEID. Acht Jugendliche haben ein Gericht «à la bible» gekocht – und dies für einen guten Zweck. Der Erlös kommt verwaisten Kindern und Witwen zugute.

Beat Lanzendorfer
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Das Helfer- und Leiterteam übernahm wichtige Vorarbeiten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Helfer- und Leiterteam übernahm wichtige Vorarbeiten. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Treffpunkt war das evangelische Kirchgemeindehaus in Bazenheid. Bevor der Kochkurs «à la bible» starten konnte, mussten zuerst einige Vorarbeiten erledigt werden. Diese übernahmen die diesjährigen Konfirmanden, die später auch für den Service während des Nachtessens zuständig waren. Dem Zufall wurde gar nichts überlassen, denn die jungen Erwachsenen erhielten von Kathrin Hollenstein, gelernte Fachfrau Hauswirtschaft, einen Schnellkurs in Sachen perfekte Bewirtung der Gäste. Durchaus sinnvoll, denn für den Anlass hatten sich erfreulicherweise 50 Personen angemeldet. Moralische Unterstützung gab es von Pfarrer Jeremias Treu, der Tips weitergab.

Feines Galadiner

Ein Blick auf die kreierte Speisekarte versprach einen viergängigen Bibelschmaus. Kleiner Apéro: Apfelwein mit Granatapfel, Oliven, gefüllte Datteln mit Feta, Trauben, Maulbeeren, Feigen. Vorspeise: Bunte Linsensuppe mit Fladenbrot und gebratener Fisch in Minze und dazu gefüllte Weinblätter mit Fetakäse. Das Hauptgericht: Rindertopf mit Trauben, Gerstengrütze mit Koriander und Kürbisgemüse. Zum Dessert gab es Ofenäpfel auf Joghurt mit Honig sowie Mandelkrokant.

Viele Anmeldungen

Wen wundert es, dass die Anmeldungen bei diesen Aussichten erfreulich ausfielen. Der Reingewinn des kulinarischen Abends in der Grösse von 1511 Franken wird wohltätigen Institutionen zugute kommen. Die Jugendlichen haben sich für ein Projekt der Mission 21 entschieden, mit dem verwaiste Kinder und Witwen im Nordosten Nigerias neben dringenden Hilfsgütern der Besuch einer Schule ermöglicht wird.

Die Jugendlichen waren an diesem Abend kaum zu sehen, denn sie hatten hinter den Kulissen beide Hände voll zu tun. Die einzelnen Gänge mussten auf 50 Teller gebracht werden, die dann von den Konfirmanden serviert wurden. Zwischen den Gängen gab es ein kleines Kulturprogramm.

Neben dem Singtreff unter der Leitung von Michael Stübi haben Michelle und Estelle, zwei Konfirmandinnen, die Herzen mit Liedern erfreut. Ganz zum Schluss wurden die sechs selbstgebauten Etageren des Apéros von Pius Riedweg für das Projekt von Mission 21 versteigert.

Für die Jugendlichen war es eine ideale Möglichkeit, sich einmal auszuprobieren. Nach dem riesigen Abwasch war dann um 2.15 Uhr auch für die letzten das Essen «à la bible» zu Ende.