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KNATSCH: Ärger in Münchwilen: Schüler wollen an die Kanti Wil - und dürfen vermutlich nicht

Drei Sekundarschüler aus Münchwilen wollen ab Sommer die Mittelschule an der Kanti Wil absolvieren. Ob dies bewilligt wird, ist mehr als nur fraglich. Dies stösst dem Münchwiler Schulpräsidenten sauer auf.
Simon Dudle
Obwohl der Thurgau die Kanti Wil mitfinanziert, müssen Münchwiler Schüler entgegen ihrem Wunsch wohl nach Frauenfeld. (Bild: Simon Dudle)

Obwohl der Thurgau die Kanti Wil mitfinanziert, müssen Münchwiler Schüler entgegen ihrem Wunsch wohl nach Frauenfeld. (Bild: Simon Dudle)

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch

Seit gestern steht fest, dass drei in Münchwilen wohnhafte Schüler ihre Matura an der Kantonsschule Wil erlangen wollen. Diesen Wunsch haben sie Philipp Raas, Schulleiter an ihrer Sekundarschule Waldegg, mitgeteilt. Sie ziehen die Äbtestadt der Thurgauer Kantonshauptstadt vor, weil dort das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten belegt werden kann und die Matura zweisprachig in deutsch und englisch zu erlangen ist.

Ob dem Wunsch entsprochen wird, ist fraglich. Denn das Departement für Erziehung und Kultur (DEK) hat die Zuteilungsreglung revidiert. Dabei wurde festgelegt, dass die Schüler aus dem Dorf Münchwilen der Kantonsschule Frauenfeld zugeteilt werden, während jene des Ortsteils St. Margarethen auf Wunsch auch in Wil beschult werden dürfen (Ausgabe vom 3. März). «Ich kann die Begründung in keinem Punkt nachvollziehen und habe Mühe damit», sagt Lukas Weinhappl, Präsident der Volksschulgemeinde Münchwilen.

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen

Weinhappl ist mit Philipp Raas bei der zuständigen Regierungsrätin Monika Knill vorstellig geworden. «Wir haben in Erinnerung gerufen, dass wir eine Münchwilen und St. Margarethen umfassende Volksschulgemeinde sind, die verkehrstechnische Anbindung nach Wil deutlich besser ist und wir auch gesellschaftlich stärker nach Wil orientiert sind», begründet Weinhappl. Kommt dazu, dass sich der Kanton Thurgau am damaligen Bau der Kantonsschule Wil mit rund 9,3 Millionen Franken beteiligt hatte und noch heute Betriebskostenbeiträge für Thurgauer Schüler entrichtet werden.

Die Münchwiler Schulbehörde erhielt als Antwort, dass die Wegzeit zur Kanti Frauenfeld von St. Margarethen aus bedeutend höher sei als von Münchwilen. Zudem sei die Zuteilung nach Frauenfeld nur ein Grundsatz. Der Wechselwunsch werde in Ausnahmefällen vom Amt für Mittel- und Hochschulen berücksichtigt. Der Rechtsweg ist aber ausgeschlossen.

Wünsche werden in Frauenfeld deponiert

Wie weiter in Münchwilen? «Ich habe hinsichtlich ausgeschlossenem Rechtsweg sogar rechtsstaatliche Bedenken. Leider sind dem Schulleiter und mir die Hände gebunden», sagt Weinhappl. Er ergänzt: «Ich kann die betroffenen Eltern nur auffordern, unbedingt von ihrem Wunschrecht Gebrauch zu machen.»

Schulleiter Raas leitet nun die Anträge der drei Schüler an Hanspeter Hitz, Rektor der Kantonsschule Frauenfeld, weiter. Ob dies den in Münchwilen gewünschten Effekt hat, bleibt allerdings in Frage gestellt.

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