Knapp am Tod vorbei

RICKENBACH. Der Rickenbacher Gemeindeammann Ivan Knobel hat seit Juli zwei Herzoperationen und eine Rehabilitationskur hinter sich. Mitte November möchte er in die Arbeitswelt zurückkehren und tritt bei den Gesamterneuerungswahlen wieder an.

Simon Dudle
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Ivan Knobel möchte schon übernächste Woche wieder ins Gemeindehaus zurückkehren. (Bild: Simon Dudle)

Ivan Knobel möchte schon übernächste Woche wieder ins Gemeindehaus zurückkehren. (Bild: Simon Dudle)

Seit Anfang Juli ist der Gemeindeammann von Rickenbach krankgeschrieben. «Viel hat nicht gefehlt zum Tod», sagt er. Seine Geschichte beginnt am 3. Juli, als Knobel noch einen Termin mit der kantonalen Denkmalpflege wahrgenommen hatte. Plötzlich überfiel ihn Schüttelfrost, und die Körpertemperatur stieg auf fast 40 Grad. Aufgrund der Ergebnisse der ärztlichen Blutentnahme empfahl der Hausarzt, schnellstmöglich das Kantonsspital Frauenfeld aufzusuchen, was auch gemacht wurde.

Reha-Kur ist abgeschlossen

Dort startete eine Odyssee, die ihn als erstes ins Zürcher Unispital führte, wo eine erste Herzklappen-Operation erfolgte. Diese wurde nötig, weil Knobel einen bakteriellen Infekt erlitten hatte. Es folgte ein Hin und Her zwischen Zürich und Frauenfeld. Mitte August wurde eine zweite Operation – neuerlich in Zürich – nötig, weil das Gewebe bei der Herzklappe wieder von Bakterien befallen war. Nach drei Monaten ging es schliesslich ins appenzellische Gais, wo Knobel seine Rehabilitation am vergangenen Donnerstag erfolgreich abgeschlossen hat.

Gewicht zulegen

«Ich fühle mich gut», sagt der Gemeindeammann zu seinem aktuellen Befinden. Der Fokus liegt nun im Muskelaufbau, hatte er doch seit Juli zwischenzeitlich 14 Kilogramm an Körpergewicht verloren, einen Teil davon aber bereits wieder zugelegt. «Das braucht Zeit, und ich muss dahinter wie ein Spitzensportler», sagt Knobel. Mittlerweile ist es für ihn wieder möglich, einen ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. Noch vor ein paar Wochen wäre dies ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. Er arbeitet darauf hin, dereinst seinem Hobby, dem Wandern, wieder nachgehen zu können.

Und wie sieht seine Zukunft aus? «Derzeit sind es noch viele Arzttermine, die aber abnehmen werden. Ich muss zwar das ganze Leben lang Blutverdünnungsmittel nehmen, eigentlich fühle ich mich aber nicht wie ein Herzpatient», sagt Knobel. Er hat mit dem Rauchen aufgehört, obwohl das nicht der Auslöser für die Operation war. Als Konsequenz daraus wurde sein Büro bereits frisch gestrichen.

Kräfte bündeln

Noch bis am 16. November ist Knobel krankgeschrieben. Dann möchte er zurückkehren und seine Tätigkeit als Gemeindeammann wieder aufnehmen. Er hat sich entschieden, bei den Erneuerungswahlen des Gemeinderates am 8. März 2015 für eine weitere Legislaturperiode zu kandidieren. «Es gibt keinen Grund zu zweifeln, dass dies gesundheitlich nicht möglich sein sollte», sagt Knobel.

Er kommt aber zum Schluss, die Kräfte künftig besser zu bündeln und gewisse Engagements herunterzufahren. Zudem möchte er einige Dinge in Zukunft etwas gelassener nehmen, ohne aber einen Larifari-Betrieb zu veranstalten.

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