Coronapandemie
Kanton Thurgau bewilligte bereits knapp 73 Millionen Franken an Härtefall-Entschädigungen für Unternehmen

Die durchschnittliche Entschädigung pro Unternehmen liegt aktuell bei leicht unter 130'000 Franken. Mehr als 90 Prozent müssen nicht zurückbezahlt werden. Die Frist zum Einreichen von Anträgen endet am Mittwoch, 30. Juni 2021, um 24 Uhr.

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Am 16. April 2021 stellten Regierungsrat Walter Schönholzer (links) Daniel Wessner, Leiter des Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Thurgau das erweiterte Härtefallprogramm vor.

Am 16. April 2021 stellten Regierungsrat Walter Schönholzer (links) Daniel Wessner, Leiter des Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) Thurgau das erweiterte Härtefallprogramm vor.

Andrea Stalder

(red) Bis und mit 29. Juni 2021 bewilligte der Kanton 562 Härtefall-Entschädigungen im Wert von 72'963'745 Franken. Davon wurden 70'788'934 Franken in Form von nicht rückzahlbaren Darlehen gewährt. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Amts für Wirtschaft und Arbeit (AWA) des Kantons Thurgau hervor. Über die gesamte Laufzeit des Härtefall-Programms betrachtet wird davon ausgegangen, dass mehr als 90 Prozent der ausgezahlten Entschädigungen à fonds perdu erfolgen werden. Die durchschnittliche Entschädigung pro Unternehmen beträgt aktuell 129'829 Franken.

Frist zur Antragstellung am 30. Juni abgelaufen

Seit dem 13. April 2021 ist im Thurgau das neue Härtefall-Programm in Kraft. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde kommuniziert, dass Härtefall-Anträge bis 30. Juni 2021 gestellt sein müssen. Neue Härtefall-Gesuche werden nicht mehr entgegengenommen.

Die Beurteilung der bereits eingereichten Gesuche erfolgt nach den aktuell geltenden Bestimmungen. Die zur Bemessung notwendigen Dokumente müssen bis spätestens 31. Juli 2021, um 24 Uhr, eingereicht werden.

Bei Betrieben, die auf behördlichen Beschluss hin mindestens 40 Tage schliessen mussten, werden die Beiträge zu 100 Prozent à fonds perdu gewährt. Betrieben mit einer coronabedingten Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent werden die Beiträge zu 75 Prozent à fonds perdu gesprochen. (red)