Klima
In 42 Etappen von Ilanz nach Genf: Klimaaktivisten machen am Wiler Stadtweier Rast

Seit einer Woche wandern Klimaaktivisten durch die Schweiz. Eine Etappe führt die maximal 40 Personen, welche pro Etappe mitwandern können, auch durch die Region Wil. Am Samstagmittag wurde am Wiler Weier gepicknickt, wobei es sich die Grünen Prowil sowie Stadtpräsident Hans Mäder nicht nehmen liessen, der Gruppe einen Besuch abzustatten.

Christoph Heer
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Die Klimaaktivisten vom Projekt «Klimaspuren» wandern durch die ganze Schweiz. Am Samstag schalteten sie im Schatten der Bäume am Wiler Stadtweier einen Marschhalt ein.

Die Klimaaktivisten vom Projekt «Klimaspuren» wandern durch die ganze Schweiz. Am Samstag schalteten sie im Schatten der Bäume am Wiler Stadtweier einen Marschhalt ein.

Bild: Christoph Heer

Von Uzwil über Wil zum Kloster Fischingen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das 26 Kilometer, 570 Höhenmetern und eine Wanderzeit von rund sieben Stunden. Pünktlich um acht Uhr morgens starteten die Klimaaktivisten die Etappe in Uzwil, nachdem sie am Vorabend am besagten Ort mit einem Klimastreik aufgewartet waren.

Die Fähnchen in Uzwil

«Das war eine tolle Sache. Wir haben am Bahnhof in Uzwil unsere Fähnchen montiert, mal schauen wie lange sie dort hängen», sagt Dominik Siegrist. Er gehört zur fünfköpfigen Kerngruppe «Klimaspuren», welche die mehrtägige Wanderung verantwortet. Der Ur-Hinterthurgauer – Siegrist wohnte Anfang der Achtzigerjahre in Büfelden, bei Sirnach – freut sich auch am Samstag über die Stimmung unter den Wanderern und den Klimaaktivisten. «Heute ist es gut und heiss. So suchten wir uns auf dem Weg von Uzwil nach Wil vermehrt Wanderwege in den Wäldern», sagt er am Mittagspicknick. Zu diesem gesellten sich auch Stadtpräsident Hans Mäder sowie Luc Kauf, Guido Wick und Sebastian Koller von den Grünen Prowil.

Die Kerngruppe und Organisatoren der Etappenwanderung mit Stadtpräsident Hans Mäder (rechts) und Vertretern der Grünen Prowil.

Die Kerngruppe und Organisatoren der Etappenwanderung mit Stadtpräsident Hans Mäder (rechts) und Vertretern der Grünen Prowil.

Bild: Christoph Heer

Die Politiker referierten allesamt kurz über ihre politischen Anliegen, während sich die Wanderer ausruhten oder liegend entspannten. Immerhin war man zu diesem Zeitpunkt schon über drei Stunden unterwegs gewesen.

Respekt als Quintessenz

Hans Mäder erklärt den Teilnehmenden, die aus der ganzen Deutschschweiz angereist sind, was es mit der Äbtestadt so auf sich hat. «Wir sind tatsächlich noch eine der wenigen Städte, die nicht linksregiert sind. Wir sind eher bürgerlich und katholisch», macht er augenzwinkernd. klar Mäder betont, dass Ziele allerorts nur mit dem nötigen Respekt erreicht werden könnten, spricht von einem respektvollen Miteinander.

Über Wanderung selbst, sagt ein Ehepaar aus Zürich, dass es in der Äbtestadt wunderschön sei. «Der Start in Uzwil verlief etwas steil, aber hier in Wil ist es optimal und das Gelände am Weier, grossartig.» Tiefgründige Gespräche begleiten die Wanderer, die vereinzelt auch erst jetzt dazu gestossen sind. So findet ein Paar aus Frauenfeld, dass die Organisation dieser Etappenwanderung durch die Schweiz eine tolle Sache ist. «Das Klima muss immer ein grosses Anliegen sein», sagen die beiden und machen sich kurze Zeit später auf den Weg zum Kloster Fischingen.