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Kleine Strafen, grosse Auswirkungen

Seit der Ostschweizer Fussballverband die Fairness-Rangliste führt, können Vergehen schmerzliche Auswirkungen haben. Der FC Bazenheid kann davon ein Lied singen. Zum dritten Mal in Folge steigt er als punktgleicher Zweiter nicht auf, obwohl er stets das bessere Torverhältnis aufwies.
Urs Nobel
Die erste gelbe Karte gibt einen Strafpunkt in der Fairness-Tabelle und kostet den Verein oder den Spieler in der Regel 35 Franken. (Bild: Urs Nobel)

Die erste gelbe Karte gibt einen Strafpunkt in der Fairness-Tabelle und kostet den Verein oder den Spieler in der Regel 35 Franken. (Bild: Urs Nobel)

FUSSBALL. Es ist unterdessen fünf Jahre her, dass eine Fairness-Tabelle seitens des Verbands eingeführt wurde. Die Spieler oder Mannschaften sind seither zwar nicht alle fairer geworden, doch kommt dieser Massnahme die erhoffte Beachtung entgegen. Man nimmt die Fairness-Tabelle wahr. In der vergangenen Saison kam beispielsweise der FC Arbon in der 2. Liga, Gruppe 2, auf über hundert Strafpunkte. Auf 22 Spiele verteilt, würde das bedeuten, dass diese Mannschaft in jedem Spiel durchschnittlich fünf Verwarnungen kassiert hat. Oder, und darüber lässt sich höchstens spekulieren, die Mannschaft an mindestens einem Spiel ausgerastet ist, eine Schlägerei provoziert oder sich mit dem Schiedsrichter ein Wortgefecht geliefert hat.

So wie beispielsweise in der 3. Liga, Gruppe 4, der FC Eschenbach in Netstal. Doch darüber lässt sich nur spekulieren, weil der Ostschweizer Fussballverband die Öffentlichkeit über solche Vorfälle nicht informiert.

Einen Rang gewonnen

In der 2. Liga inter, in der auch der FC Uzwil, der FC Sirnach und der U20-Nachwuchs des FC Wil spielen, fällt auf, dass die Anzahl Strafpunkte zwischen dem Tabellenersten und -letzten nur wenig auseinanderweicht. Die Mannschaften aus der Region belegen dabei Mittelfeldplätze. Der FC Sirnach hat 76, Uzwil 78 und der FC Wil U20 83. Beim Wiler Nachwuchs ist die Höhe der Strafpunkte deshalb bemerkenswert, weil dieser vor vier Jahren noch das absolut fairste Team in sämtlichen Ligen der Ostschweiz stellte. Dank der Fairnesspunkte konnte sich der FC Sirnach in der vergangenen Saison trotz schlechterem Torverhältnis vor dem FC Wil auf dem neunten Schlussrang positionieren.

Ein faires Team

Das unentschieden ausgegangene Spiel in der 2. Liga, Gruppe 2, gegen den FC Wängi brachte dem FC Bazenheid einen Punkt für die Tabelle ein, aber auch gegen 30 Strafpunkte in der Fairness-Rangliste. «Wir haben uns vorher in der Rückrunde nur gerade sechs Strafpunkte eingehandelt, galten somit bis zu jenem Zeitpunkt als faires Team», sagt Captain Dejan Baumann. Ohne nochmals in Wunden wühlen zu wollen, bestätigt Bazenheids Sportchef, dass sich der Vorstand die Mannschaft im Hinblick auf die neue Saison zur Brust genommen habe. «Wir wollen zwar immer gewinnen, möchten aber auch dem Fairnessgedanken genügend Rechnung tragen.»

Auch wenn Stadler heute noch davon überzeugt ist, dass der Schiedsrichter in der Partie gegen Wängi einen rabenschwarzen Tag eingezogen hatte und dadurch seine Mannschaft benachteiligt worden sei, hat er die Situation abgehakt. «Schade ist einzig, dass der Ostschweizer Fussballverband die einmal lancierte Aktion <Kommunikation zwischen Schiedsrichter und Funktionären> einfach so eingestellt hat.»

Oftmals überfordert

Während sich in derselben Gruppe der FC Tobel-Affeltrangen bezüglich Fairness mit 74 Punkten im Mittelfeld aufhält, hat sich der FC Flawil 90 Punkte eingehandelt. Dies nicht etwa deshalb, weil es sich bei den Untertoggenburgern in der vergangenen Saison um eine unfaire Mannschaft handelte, sondern weil die Spieler im sportlichen Vergleich mit ihren Gegnern oftmals überfordert waren und sich dies in gelben Karten (Verwarnungen) manifestierte.

Das schlechtere Torverhältnis

Lediglich 56 Strafpunkte handelte sich der 3.-Liga-Leader SC Bronschhofen ein. Diese Situation hätte auch bei Punktgleichheit mit Eschenbach den Aufstieg bedeutet. Hätte jedoch das Torverhältnis gezählt, wäre Eschenbach aufgestiegen. Am fairsten spielten in der 3. Liga, Gruppe 4, der FC Eschlikon (36 Punkte) und Kirchberg (44).

Finalspiel zum Schluss

Auch in der 3. Liga, Gruppe 3, wäre es an der Spitze mit dem FC Uzwil 2 und dem FC Henau bezüglich der Fairness-Punkte besonders eng gewesen. Uzwil 2 kam auf 61 Punkte, Henau auf 59. Es ist jedoch bekannt, dass der FC Uzwil 2 Henau im letzten Saisonspiel besiegte und deshalb aufgestiegen ist.

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