KLASSENERHALT: Der Erfolg vor dem Spiel

Der Eishockeyclub St. Gallen verliert in der 2. Liga daheim gegen Kreuzlingen-Konstanz 1:7. Dennoch ist der Nichtabstieg eine Runde vor Schluss perfekt.

Raoul Bühler
Drucken
Teilen
Florian Kreis vom EHC Kreuzlingen-Konstanz (rechts) verfolgt den St. Galler Marco Oswald (Mitte). (Bild: Urs Bucher)

Florian Kreis vom EHC Kreuzlingen-Konstanz (rechts) verfolgt den St. Galler Marco Oswald (Mitte). (Bild: Urs Bucher)

Raoul Bühler

sport

@tagblatt.ch

Die Mission Klassenerhalt des Eishockeyclubs St. Gallen hat sich am Wochenende erfüllt – ohne das Zutun der St. Galler notabene. Spät am Samstagabend kam die Information, dass die Ostschweizer nicht in das Playout müssen, sondern stattdessen sogar im Playoff um den Aufstieg mitspielen dürfen.

Zustande gekommen ist diese Tatsache, da die beiden je drei Punkte hinter St. Gallen plazierten Konkurrenten Lenzerheide und Engiadina verloren hatten. Selbst mit einem Sieg in der letzten Spielrunde können die beiden Bündner Vereine nicht mehr an der Mannschaft von Trainer Kevin Schüepp vorbeikommen. Dies aufgrund der schlechteren Bilanz in den Direktbegegnungen. Im Playoff heisst der Gegner EHC Dürnten Vikings aus der Gruppe 1 der 2. Liga. Die genauen Spieldaten stehen jedoch noch nicht fest.

Deutliche Niederlage trotz grossem Einsatz

Trotz dieser Ausgangslage bestritt der EHC St. Gallen die Partie am Sonntag gegen Kreuzlingen-Konstanz engagiert und mit viel Körpereinsatz. Die Kreuzlinger waren allerdings die bessere Mannschaft und gewannen deutlich mit 1:7 (0:3, 1:3, 0;1). Bereits nach 19 Sekunden hatte St. Gallen den ersten Gegentreffer hinnehmen müssen. Kurz darauf folgten zwei Strafen gegen die Heimmannschaft, in der siebten Minute erzielte Kreuzlingen das 0:2 in Überzahl. Das erste Drittel endete mit 0:3 – ein denkbar schlechter Start ins Spiel.

Danach hatten die Thurgauer das Spiel unter Kontrolle und setzten sich immer wieder für lange Phasen im Drittel der St. Galler fest. Dennoch kam der Gastgeber vereinzelt zu Chancen, schoss aber zu oft über das Tor. Kurios wurde es in der 33. Minute, als Kreuzlingen mit einem Mann zu viel auf dem Eis stand und der Schiedsrichter deshalb das Spiel unterbrach, obwohl eigentlich St. Gallens Christian Riederer gerade im Scheiben­besitz war. Kurz nach dem Pfiff schoss er dem gegnerischen Torhüter durch die Beine ins Netz und die Schiedsrichter gaben den Treffer, trotz heftiger Proteste der Gäste. Aber letztlich war dieses Tor ohnehin nur der Ehrentreffer, das Spiel endete mit 1:7.

Ein Sieg macht den Unterschied

Eine Runde vor Schluss steht also der Klassenerhalt fest. Die Direktbegegnungen gaben am Ende den Ausschlag zu Gunsten der St. Galler. Von vier Begegnungen mit den Teams unter dem Trennstrich gewann man deren drei, bei einer Niederlage nach Verlängerung. Am Ende reichte ein einziger Sieg gegen einen Playoffteilnehmer (Wallisellen), um sich mit drei Punkten entscheidend abzusetzen.