Klares Ja zur Vollmitgliedschaft

BRAUNAU. An der Rechnungsgemeindeversammlung vom Freitagabend genehmigte der Braunauer Souverän sämtliche Geschäfte. Ab 2017 obliegen die Aufgaben Führungsorgan und Zivilschutz neu dem Sicherheitsverbund Region Wil.

Christoph Heer
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Der Braunauer Gemeindepräsident David Zimmermann erlebte am Freitagabend eine ruhige Rechnungsversammlung. Rechts Gemeinderätin Cornelia Krüsi. (Bild: Christoph Heer)

Der Braunauer Gemeindepräsident David Zimmermann erlebte am Freitagabend eine ruhige Rechnungsversammlung. Rechts Gemeinderätin Cornelia Krüsi. (Bild: Christoph Heer)

Die Aufgaben der Feuerwehr der Gemeinde Braunau erfüllte bereits bisher der Sicherheitsverbund Region Wil. Die Führungsorganisation wie auch der Zivilschutz aber lagen bisher bei der Gemeinde und der Zivilschutzorganisation Tobel. Ab 2017 wird Braunau nun Vollmitglied des Sicherheitsverbundes Region Wil. Dem Beitrittsbegehren wurde an der Rechnungsgemeinde ohne Gegenstimme zugestimmt. Die Einkaufssumme von 30 000 Franken wird im nächsten Budget enthalten sein. So reibungslos wie dieses Traktandum wurden auch alle anderen Geschäfte abgesegnet. Wobei die Versammlung eigentlich mit einem Paukenschlag hätte eröffnet werden können. Denn ein Votant äusserte seinen Unmut über das Protokoll der Versammlung vom Februar. «Es sind zum Teil unklare oder gar falsche Angaben darin enthalten», meinte er und wollte dem mit 37 Stimmberechtigten anwesenden Souverän eine Ablehnung des Protokolls schmackhaft machen. Nichtsdestotrotz passierte das Protokoll mit lediglich neun Gegenstimmen. Gemeindepräsident David Zimmermann erklärte indes, dass die vom Votanten gemachten Änderungsvorschläge natürlich in das neue, aktuelle Protokoll einfliessen würden.

Gleichstand bei Mann und Frau

Braunau zählt momentan 516 Stimmberechtigte. David Zimmermann konnte ein verschmitztes Lächeln nicht verbergen, als er bekanntgab, dass es genau 258 männliche und 258 weibliche Stimmbürger seien. Mit Bestimmtheit gilt diese Gegebenheit (in Eschlikon war es auch schon der Fall), als Rarität in den Thurgauer Gemeinden. Der Rechnung war zu entnehmen, dass Braunau bei einem Aufwand von 2 297 765 Franken und einem Ertrag von 2 372 962 Franken einen Ertragsüberschuss von gut 75 000 Franken erwirtschaftet hat. Während 70 000 Franken für die zusätzlichen Abschreibungen der Gemeindestrassen verwendet wird, können die restlichen gut 5000 Franken dem Eigenkapital zugewiesen werden. Dieses beläuft sich somit auf 533 200 Franken.

Den Restaurants Sorge tragen

Nicht einstimmig, aber mit nur zwei Gegenstimmen wurde auch dem Verkauf zweier Baulandrestparzellen (Hühnersedel) zugestimmt. Somit können die Interessenten ihr angekündigtes Kaufinteresse umsetzen.

Bevor es zum Apéro ging, wurde die Umfrage genutzt. Für Schmunzeln sorgte dabei die Aussage eines Stimmbürgers, dass man unbedingt den Restaurants im Dorf Sorge tragen müsse. David Zimmermann ist sich dessen bewusst und sagte, dass man auch stolz sein könne, immer noch zwei Wirtshäuser zu haben. «In anderen Gemeinden sind die Gaststätten schon gänzlich verschwunden, wir wissen, wie immens wichtig sie für ein intaktes Dorfleben sind.»