Kisuaheli vor Hochdeutsch

Dass Gottfried Meier seinen ersten Korrespondentenbericht 1980 für die Appenzeller Zeitung verfasste, ist nur die halbe Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist exotischer: «Meinen ersten Zeitungstext überhaupt schrieb ich Mitte der 1960er-Jahre in Tansania – auf Kisuaheli», sagt Meier.

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Dass Gottfried Meier seinen ersten Korrespondentenbericht 1980 für die Appenzeller Zeitung verfasste, ist nur die halbe Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist exotischer: «Meinen ersten Zeitungstext überhaupt schrieb ich Mitte der 1960er-Jahre in Tansania – auf Kisuaheli», sagt Meier. Ein Bericht sei es gewesen über eine lokale Veranstaltung, erschienen in der lokalen Zeitung.

Gottfried Meier ging 1962, als 21-Jähriger, nach Ostafrika – und blieb, mit einem kurzen Unterbruch, sieben Jahre lang. In Tansania war der gelernte Schreiner in einer Missionshandwerkerschule als Lehrer tätig und bildete Schreinerlehrlinge aus. «Ich verbrachte eine sehr gute Zeit in Tansania und habe nie bereut, hingegangen zu sein», sagt der Dickener, der noch heute fliessend Kisuaheli spricht.

Der Erfolg seiner Tätigkeit zeige sich darin, dass sein Nachfolger in der Handwerkerschule ein Einheimischer gewesen sei: «Das gab mir die Gewissheit, meine Arbeit in Afrika erfüllt zu haben.» Nach Abschluss seines Arbeitseinsatzes sei er noch einige Male ferienhalber in Tansania gewesen und verfasste ein Fachbuch für Kostenberechnungen im Schreinergewerbe in der Landessprache. (gä)

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