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Kirchturmjalousien
schon wieder morsch

Die Jalousien der Schalllöcher im Kirchturm Niederwil sind morsch und verwittert, sie müssen renoviert werden. Das Problem dieses Vorhabens: Wie kommen diese Läden vom Kirchturm in die Handwerksbetriebe?
Zita Meienhofer
Die rund 100 Kilogramm schweren Läden wurden mit einem Kran auf den Boden gehievt. (Bild: Zita Meienhofer)

Die rund 100 Kilogramm schweren Läden wurden mit einem Kran auf den Boden gehievt. (Bild: Zita Meienhofer)

Sie wurden zwar erst vor 15 Jahren, bei der letzten Aussenrenovation der Kirche Niederwil renoviert, trotzdem sind die Jalousien in den Schalllöchern im Niederwiler Kirchturm bereits wieder morsch, müssen wiederholt renoviert werden. Dies wurde vor rund zwei Jahren festgestellt. Dann folgten Abklärungen, unter anderem, ob die Holzläden durch Aluläden ersetzt werden könnten. «Dies wurde allerdings aus denkmalpflegerischen Gründen abgelehnt», erklärt Karl Schö nenberger, Präsident des Kirchenverwaltungsrats Niederwil.

Die Jalousien wurden bei der letzten Gesamtsanierung der katholischen Kirche Niederwil, 1957, angebracht. 2003, als das Gotteshaus aussen saniert wurde, erhielten sie einen neuen Anstrich. Dieser wurde vom Gerüst aus vorgenommen. Da nun keines steht und die Arbeiten nicht von innen ausgeführt werden können, weil der Platz zu knapp und zu viel Staub anfallen würde, beschlossen die Verantwortlichen, die Jalousien vom Turm zu nehmen und in Handwerksbetrieben instandzustellen. Ein Vorhaben, das sich als nicht ganz einfach erwies.

Ausladung war die grosse Herausfordung

Es handelt sich um acht Jalousien. Jede ist 3,75 Meter hoch, 80 Zentimeter breit und wiegt etwa 100 Kilogramm. Ein Transport im Innern des Glockenturms war auf keinen Fall möglich. Deshalb hatte der ausführende Malerbetrieb nach einer alternativen Lösung zu suchen. Letztlich fuhr nun am Mittwochmorgen ein mobiler Kran auf, der die Läden ausserhalb des Turms 20 Meter in die Tiefe brachte. «Bei diesem Vorhaben war nicht nur die Höhe eine Herausforderung sondern vor allem die Ausladung des Krans, da die Jalousien über das Kirchenschiffdach getragen werden mussten», erklärt Beat Thaler, der als Mitglied des Kirchenverwaltungsrats für die baulichen Angelegenheiten zuständig ist. Eine zusätzliche Schwierigkeit war, die acht Jalousien von ihren Standorten zur Hebebühne zu bringen, da der Kran nur an einem Standort platziert werden konnte. Diese Arbeit im sehr engen Glockenstuhl wurde manuell verrichtet.

Ausbessern, ablaugen und neu anstreichen

In den kommenden sechs bis acht Wochen werden die morschen und verwitterten Teile der Jalousien ersetzt, anschliessend werden die Läden abgelaugt und wieder frisch gestrichen. Gemäss Beat Thaler wird eine nächste Renovation in 15 bis 20 Jahren wohl wieder anfallen. Nur schon deshalb, weil aus umwelttechnischen Gründen keine bleihaltige Farbe mehr verwendet werden dürfe. Das sei 1957 möglich gewesen und hätte eine längere Lebensdauer garantiert. Thaler rechnet damit, dass eine erneute Renovation im Zuge einer nächsten Aussenrenovation stattfinden könnte. Die vier Schalllöcher wurden mit Bretter wieder geschlossen. Damit die im Turm lebenden Fledermäuse jedoch in Freie gelangen können, wurden diese Bretter mit Schlitzen versehen.

20000 Franken sind budgetiert

Die Renovation dieser acht Jalousien – sprich die Umstände, dass diese Holzläden entfernt und wieder angebracht werden können – hat seinen Preis. Gemäss Karl Schönenberger wird mit Kosten von rund 20 000 Franken gerechnet.

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