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Kirchensteuer soll sinken

Der katholische Kirchenverwaltungsrat beantragt der nächsten Bürgerversammlung eine Reduktion des Steuerfusses um 2 auf 18 Prozent. Dies trotz Investitionen in den Umbau des Pilgerhauses und in die Sanierung der Kirche St. Nikolaus.
Philipp Haag
Um das Pilgerhaus rollstuhlgängig zu machen, ist eine Rampe an dem Gebäude angebracht worden. Das Restaurant eröffnet am nächsten Freitag wieder. (Bild: Philipp Haag)

Um das Pilgerhaus rollstuhlgängig zu machen, ist eine Rampe an dem Gebäude angebracht worden. Das Restaurant eröffnet am nächsten Freitag wieder. (Bild: Philipp Haag)

WIL. Um einen Zehntel soll die Kirchgemeindesteuer von Katholisch-Wil reduziert werden. Stimmen die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger an der Versammlung vom 8. April zu, kommt es zu einer Senkung von 20 auf 18 Prozent. Möglich ist die Reduktion dank eines guten Jahresergebnisses 2015 und dem Erreichen eines Zwischenziels bei der Amortisation des Pfarreizentrums (siehe Kasten). Der Kirchenverwaltungsrat beantragt die Steuerfussreduktion trotz hoher Investitionen in diesem Jahr: Umbau des Pilgerhauses und die geplante Renovation der Fassade der Kirche St. Nikolaus in der Altstadt. «Beide Vorhaben sind trotz tieferen Steuerfusses verantwortbar», sagte Jürg Grämiger, Präsident des katholischen Kirchenverwaltungsrats, gestern morgen an einer Medienorientierung.

Kosten von 1,5 Millionen

Die Modernisierung des Pilgerhauses beim Wallfahrtsort Maria Dreibrunnen für 1,5 Millionen Franken ist nun abgeschlossen. Während eineinhalb Monaten war das veraltete Interieur ersetzt worden. Im Keller ist eine neue Heizanlage angebracht worden und im Parterre eine neue Küche. Im ersten Stock ist ein Sitzungszimmer mit 20 Plätzen eingebaut worden sowie im Dachgeschoss eine Wirtewohnung und ein Gästezimmer. Das Untergeschoss, das Erdgeschoss und das erste Geschoss sind neu über einen Warenlift verbunden. Markanteste Neuerung ausserhalb des altehrwürdigen Baus ist eine Rampe beim Eingang, welche mit Rollstühlen und Kinderwagen befahrbar ist. Das Restaurant eröffnet am nächsten Freitag wieder.

Schäden an Kirchenfassade

Der Kirchenverwaltungsrat plant für dieses Jahr ein weiteres Renovierungsprojekt. «Die Fassade der Kirche St. Nikolaus ist dringend sanierungsbedürftig», sagte Grämiger. Der Verputz weise Absplitterungen auf, hervorgerufen durch eingedrungenes Wasser. Auch beim Kirchturm sollen Ausbesserungen vorgenommen werden, inklusive dem Anbringen eines neuen Zifferblatts. Für die Aussenrenovation legt der Kirchenverwaltungsrat einen Kredit von 594 000 Franken vor. Die Gesamtkosten belaufen sich gemäss Grämiger auf circa 720 000 Franken. Die Stadt Wil, die Denkmalpflege und der katholische Konfessionsteil beteiligen sich mit rund 120 000 Franken. Genehmigt die Kirchbürgerschaft den Kredit, starten die Bauarbeiten im Juni. Die Bauphase dauert fünf Monate. Bei der Kirche St. Nikolaus handelt es sich um die älteste Kirche in Wil. «Mit einer kirchgeschichtlich hohen Bedeutung», wie Grämiger anfügte. Seit 1933, als das Schiff nach Westen verlängert und der Turm in die Nordwestecke versetzt wurde, seien an der Kirche keine Sanierungsarbeiten mehr vorgenommen worden.

Der St.-Nikolaus-Kirchturm erhält ein neues Zifferblatt. (Bild: pd)

Der St.-Nikolaus-Kirchturm erhält ein neues Zifferblatt. (Bild: pd)

Jürg Grämiger Präsident katholischer Kirchenverwaltungsrat Wil (Bild: ph)

Jürg Grämiger Präsident katholischer Kirchenverwaltungsrat Wil (Bild: ph)

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