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Kirchenpräsident knapp gewählt

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Degersheim hat einen neuen Präsidenten. Die 89 Stimmberechtigten wählten den Diakon der Kirchgemeinde Straubenzell, Urs Meier-Zwingli, mit 47 Stimmen an die Spitze der Kirchbehörde.
Andrea Häusler
Ursula von Dach Hehli Mitglied Kirchenvorsteherschaft

Ursula von Dach Hehli Mitglied Kirchenvorsteherschaft

DEGERSHEIM. Zwei Stimmen über dem absoluten Mehr – knapper hätte Meiers Wahl zum Nachfolger von Kirchenpräsident Hans Sutter kaum ausfallen können. Umstritten war weniger seine Person oder Qualifikation, als die erstmalige Bekanntgabe seiner am 29. März eingereichten Kandidatur am Donnerstag. Umso mehr, als seine Wahl den Rücktritt seiner Gattin Nadine Meier Zwingli, aus der Kirchenvorsteherschaft bedingte. Es wurde diskutiert und mobilisiert.

Fusion kann Thema werden

So unvorbereitet Urs Meiers Kandidatur die Kirchbürgerschaft traf, so vorbereitet artikulierte er sich in seiner Vorstellung. Integrierend sei er, nicht polarisierend, liberal und überzeugt, dass der Weinberg des Herrn Platz für unterschiedlichste Menschen biete. «Ich will kein führungsloses Schiff», begründete er seine Kandidatur. Denn die künftigen Herausforderungen seien gross. Meier nannte die Pensionierung von Pfarrer Bernard Huber, die Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf den Finanzausgleich und die Kirchenaustritte, die – sollten 100 dazukommen – zu einer Fusion zwängen. Meier wurde schliesslich mit 47 Ja-gegenüber 12-Nein-Stimmen gewählt – bei 15 Enthaltungen. Sein Amt tritt er am 1. Juli an.

Neue Behördenmitglieder

Neu nimmt Ursula von Dach Hehli in der Kirchenvorsteherschaft Einsitz. Die Degersheimerin, die in Alterschwil als Primarlehrerin tätig ist, wurde ohne Gegenstimme in die Kirchbehörde berufen. Mit vier Gegenstimmen (zehn Enthaltungen) wurde auch Alain Girardet-Hartmann gewählt. Sein Wahlresultat litt wohl unter seinem Bekenntnis, früher in einer Freikirche unterwegs gewesen zu sein. Neues GPK-Mitglied ist Margit Aerni. Sie ersetzt Berti Hauenstein.

Nur noch ein Gottesdienst?

Frag- und diskussionslos genehmigten die Anwesenden die Rechnung 2015 und das Budget 2016, das auf einem Steuerfuss von 28 Prozent basiert.

Nicht abgestimmt – da nicht traktandiert – wurde über den Antrag von Marlise Frei, künftig nur noch einen Wochenendgottesdienst durchzuführen. Dies aufgrund der – im Vergleich zu den Besuchern – hohen Kosten. Obwohl sich die meisten Votanten ablehnend äusserten, erteilte die Versammlung der Kirchenvorsteherschaft in der «Umfrage» mit 32 Ja-Stimmen den Auftrag, das Anliegen zu prüfen.

Alain Girardet Mitglied Kirchenvorsteherschaft

Alain Girardet Mitglied Kirchenvorsteherschaft

Urs Meier ist als Diakon bei der Kirchgemeinde Straubenzell, St. Gallen, angestellt. «Ich arbeite für die Kirche, und sie ist mein Hobby», sagt er. (Bilder: Andrea Häusler)

Urs Meier ist als Diakon bei der Kirchgemeinde Straubenzell, St. Gallen, angestellt. «Ich arbeite für die Kirche, und sie ist mein Hobby», sagt er. (Bilder: Andrea Häusler)

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