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KIRCHE: Katholisches Parlament in der Äbtestadt

Das Katholische Kollegium des Kantons St. Gallen hielt gestern im Stadtsaal in Wil seine Junisitzung ab. Den Schwerpunkt bildete die Rechnung 2016, die mit einem Ertragsüberschuss von 980 000 Franken deutlich positiv abschloss.
Die Mitglieder des Katholischen Kollegiums betrachten vom Baronenhaus aus den Hof zu Wil. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Mitglieder des Katholischen Kollegiums betrachten vom Baronenhaus aus den Hof zu Wil. (Bild: Gianni Amstutz)

Die Stadtpräsidentin von Wil, Susanne Hartmann, begrüsste die Mitglieder des Kollegiums sowie den Administrationsrat herzlich. In ihrem Grusswort unterstrich sie die gesellschaftliche Bedeutung der Kirche vor allem auch als soziale Leistungserbringerin. Sie wies darauf hin, dass die Stadt Wil heute nicht nur multinational und multikulturell sei, sondern auch multireligiös.

Rund zwei Drittel aller Einwohner gehörten einer christlichen Konfession an, 19 Prozent seien konfessionslos.

Ökumenisches Miteinander stärken

Der Präsident des Kollegiums, Paul Gähwiler-Wick aus Henau, sprach über sein Anliegen, die Kirche zu stärken angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Katholiken abnehme. Wichtig erscheint ihm, den diakonischen Bereich, die Leistungen der Caritas, auszubauen. Zudem solle die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Kirchen intensiviert werden, etwa bei der Nutzung von Räumen.

Kollegienrat Gunnar Henning von der GPK stellte die Jahresrechnung 2016 vor. Sie schliesst bei einem Gesamtaufwand von rund 57,7 Millionen mit einem Etragsüberschuss von 980000 Franken. Budgetiert war ein Defizit von 167000 Franken. Grund für die Besserstellung sind hö­here Zentralsteuereinnahmen, Mehrerträge bei den Eintritten in die Stiftsbibliothek und ihrem Shop sowie Minderaufwendungen im Bischöflichen Ordinariat. Der Präsident des Administrationsrates, Martin Gehrer, erklärte, wie der Gewinn verteilt werden soll: 300000 Franken sollen für neue Rückstellungen für das Kulturerbe Stiftsbezirk verwendet werden, 200000 Franken sollen in die Reserven der Stiftsbibliothek fliessen. 331292 Franken sollen für zusätzliche Abschreibungen von Klosterbeiträgen verwendet werden und die restlichen 148827 Franken gehen auf das Konto «kumulierte Ergebnisse der Vorjahre». Die Rechnung sowie die vier Anträge zur Verwendung des Gewinns wurden einstimmig genehmigt. Administrationsrat Raphael Kühne informierte das Kollegium über den Stand der Umsetzung des neuen Personaldekrets und -reglements des Katholischen Konfessionsteils, welches seit 1. Januar 2017 in Kraft ist. Die Einführung erfordere Verständnis und Zusammenarbeit von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden. Die ersten Erfahrungen seien positiv, grössere Probleme oder signifikante Mehrkosten habe es nicht gegeben.

Kirche arbeitet an ihrem Image

Administrationsrätin Elisabetta Rickli-Pedrazzini informierte über die Imagekampagne, welche die Katholische Kirche im Bistum St. Gallen vergangenes Jahr durchgeführt hatte. Sie habe eine hohe Aufmerksamkeit in der Bevölkerung und in den Medien erfahren. Doch eine solche Aktion müsse auch nachhaltig sein. Deshalb lanciert die Kirche eine Weihnachtsaktion mit Zündhölzli, die mit Design und Logo an die Kampagne erinnern. Die Zündhölzli sollen ein Zeichen für das Licht und die Wärme von Weihnachten und für den göttlichen Frieden sein.

Nach dem Mittagessen der Kollegienräte folgte ein kulturelles Nachmittagsprogramm in der Äbtestadt. Die einen besuchten das neue Kathi-Musical, andere nahmen an einer Hof- oder einer Altstadtführung teil. (red)

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