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Kirchbürger lehnen Waldverkauf ab

DEGERSHEIM. Der Verkauf der Waldparzelle Nr. 619 im Ruerwald (Neckertal) für 135 000 Franken an Othmar Schweizer aus Nassen schien lediglich Formsache zu sein. Der Kantonale Kirchenrat und das Kantonsforstamt hatten diesen bereits bewilligt. Das taten die Kirchbürger nicht.

DEGERSHEIM. Der Verkauf der Waldparzelle Nr. 619 im Ruerwald (Neckertal) für 135 000 Franken an Othmar Schweizer aus Nassen schien lediglich Formsache zu sein. Der Kantonale Kirchenrat und das Kantonsforstamt hatten diesen bereits bewilligt. Das taten die Kirchbürger nicht. Sie stimmten dem Antrag der GPK zu, nicht auf das Geschäft einzutreten und die Kirchenvorsteherschaft mit der Neuausschreibung zu beauftragen.

Fünf Offerten waren für die 54 805 m² Wald eingegangen. Zwei hatten unter der Schätzung von 107 110 Franken gelegen und blieben unberücksichtigt. Schweizer hatte 150 000 Franken offeriert, das Angebot jedoch nach der Besichtigung – aufgrund der Holzschlagmenge in den Jahren 2014/15 – auf 135 000 Franken reduziert. Illegal sei die Korrektur nicht, aber unüblich und unfair gegenüber den Mitbewerbern, wurde begründet.

Besserstellung von Steuerzahlern

Aufgrund des Erfolgs eines zweiten Antrags hat die Kirchenvorsteherschaft auch das Bewertungssystem für die Kaufangebote anzupassen. Bei der Neuausschreibung sollen Interessierte, die in der Kirchgemeinde Steuern zahlen, besser qualifiziert werden als «Auswärtige».

Verkäufe unbestritten

Die übrigen traktandierten Land- bzw. Waldverkäufe wurden allesamt einstimmig oder grossmehrheitlich bewilligt. Die Liegenschaft Taastrasse 47 (45 747 m²) und die Baurechtsparzelle Nr. 1471 an der Wolfensbergstrasse (1687 m²) gehen für 578 660 Franken an den bisherigen Pächter Hans Tanner, Degersheim. Zwei Angebote waren eingegangen. Tanner wird auch Besitzer des Waldes im Stutz/Neckertal (7278 m²). Der Preis: 13 000 Franken (zwei Offerten).

Ruedi und Ursula Jaggi, Nassen, heissen die Eigentümer der 6256 m² grossen Waldparzelle Ruermüli/Neckertal). Mit 11000 Franken zahlen sie gut das Doppelte des Schätzwertes (zwei Offerten).

Bei der Qualifikation der Angebote war der Preis nur eines von diversen relevanten Kriterien. Den Nettoerlös der Verkäufe muss die Kirchgemeinde nicht dem Finanzausgleich anrechnen, sondern kann ihn dem Eigenkapital zuschreiben. (ahi)

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