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KIRCHBERG: Strom und Wärme aus Mist

20 Personen folgten der Einladung zur Besichtigung der im Bau befindlichen Biogasanlage von Joachim Harder. Die Inbetriebnahme ist für Ende Jahr geplant. Erste Stromlieferungen folgen ab Februar 2018.
Peter Jenni
Die Biogasanlage mit Hauptgebäude (Anlieferung) und den Fermentern zur Hauptvergärung (links) und Nachvergärung (rechts). (Bild: Peter Jenni)

Die Biogasanlage mit Hauptgebäude (Anlieferung) und den Fermentern zur Hauptvergärung (links) und Nachvergärung (rechts). (Bild: Peter Jenni)

Peter Jenni

redaktion@wilerzeitung.ch

Rund fünf Jahre dauerten die Prozedere, bis Joachim Harder am Standort seines Landwirtschaftsbetriebs in Wolfikon im März dieses Jahres mit dem Bau der Biogasanlage beginnen konnte. Unterstützt wurde er für sein Vorhaben durch die Projektgruppe Bioenergie von Energietal Toggenburg. Ewald Geisser, Leiter der Gruppe, begrüsste die 20 Personen, welche der Einladung Folge leisteten. Er bedankte sich zugleich bei Joachim Harder für die Investitionsbereitschaft von rund drei Millionen Franken. Die Inbetriebnahme ist für den Jahreswechsel geplant. Erste Stromlieferungen an die Regionalwerk Toggenburg AG sollten ab Fe­bruar 2018 möglich sein.

Ohne Beiträge unmöglich

Für Joachim Harder, der die Besucher durch die Anlage führte, liegt die Motivation für eine derartige Investition darin, «dass ich mich schon immer für erneuerbare Energie interessierte». Als sich Energietal Toggenburg bemüht habe, ihn für Biogas zu interessieren, sei er hellhörig geworden. Laut Ewald Geisser ist für die Vergabe nebst dem Standort vor allem die Investitionsbereitschaft ausschlaggebend. Als der Bauherr mit Zahlen aufwartete, kamen einige Besucher ins Staunen. Zum Bau wurden 950 Tonnen Beton, 850 Meter Verbindungsleitungen und 300 Meter Fernwärmeleitungen (geplanter Endausbau 800 m) benötigt. Bei der Fernwärme sei es so, dass diese derzeit teurer sei als Gas. Trotzdem könne er nach heutigem Stand bereits drei grössere Objekte beliefern. Zur Finanzierung sagte Joachim Harder: «Ohne KEV-Beiträge pro Kilowattstunde (kWh) für die Stromeinspeisung während 15 Jahren hätte ich nicht einmal daran denken können, das Vorhaben zu realisieren.»

Die Biogasanlage dient zur Vergärung von Hofdünger (Mist und Gülle) und Co-Substraten: organische Gastronomieabfälle, Schotte, Rasen- und Grasschnitte. Die Energieproduktion bei voller Laufzeit (24 Stunden/365 Tage) beträgt pro Tag 4800 kWh oder 1,752 Millionen kWh pro Jahr. Joachim Harder: «Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 390 Haushalten.» Hinzu kommt die Wärmeproduktion von rund 1,927 Millionen kWh pro Jahr.

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