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KIRCHBERG: Saubere Energie mit Vorbehalt

Grundsätzlich befürwortet der Gemeinderat mögliche Kleinwindenergieanlagen. Er möchte aber die schöne und einzigartige Landschaft Kirchbergs nicht durch Windräder beeinträchtigt sehen.
Auf der Alp Gamplüt oberhalb von Wildhaus steht seit Längerem eine Kleinwindenergieanlage. (Bild: PD)

Auf der Alp Gamplüt oberhalb von Wildhaus steht seit Längerem eine Kleinwindenergieanlage. (Bild: PD)

Innert kurzer Zeit seien auf der Gemeindekanzlei zwei Anfragen aus der Landwirtschaft über die Möglichkeiten zur Realisierung von Windkraftanlagen in der Landwirtschaftszone auf Gemeindegebiet eingegangen, schreibt die Kirchberger Behörde im aktuellen «Gemeindsblatt». Damit der Gemeinderat die Anfragen umfassend beantworten kann, hat er sich von der Farmenergie (siehe Kasten) über ihre Machbarkeitsstudie und das Windpotenzial in der Gemeinde Kirchberg orientieren lassen.

Grosses Potenzial für Windenergie

Basis für die Studie bildete der Windatlas Schweiz des Bundesamtes für Energie. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass die Gemeinde Kirchberg im Kanton St. Gallen eines der grösseren Windenergiepotenziale aufweist. Zwei bis drei grosse Anlagen oder drei bis zehn sogenannte Kleinwindenergieanlagen (KWEA) wären durchaus denkbar, schreibt der Gemeinderat. Die Standorte von Grossanlagen müssten jedoch möglichst weit von Wohngebieten entfernt und diejenigen von KWEA nahe bei bereits bestehender Infrastruktur wie Gebäude der Landwirtschaft mit Anschlüssen ans Stromnetz zu stehen kommen.

Der Gemeinderat befürworte grundsätzlich die Bestrebungen von Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie von Privatpersonen, die Windkraft auf Kirchberger Gebiet zur Stromproduktion zu nutzen. Er schreibt, dass diese nachhaltige und saubere Energiegewinnung ohne, beziehungsweise nur mit geringen Risiken für Mensch und Tier im öffentlichen Interesse sei. Diese Energiegewinnung entspreche auch den Bestrebungen, welche im Label «Energiestadt» einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Gemeinde Kirchberg hat unter Gemeindepräsident Christoph Häne im November 2013 das entsprechende Label erlangt.

Installationen im Richtplan mit einbeziehen

Allerdings, so der Gemeinderat, soll die Landschaft der politischen Gemeinde Kirchberg in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit nicht durch Windräder oder zu viele Windräder beeinträchtigt werden. Diese und allenfalls noch nicht erforschte Auswirkungen auf Mensch und Tier wie Vögel oder Fledermäuse, sprechen gegen die Installation von KWEA an gewissen Standorten. Im Rahmen der im Verlaufe dieses Jahres neu beginnenden Totalrevision der Richtplanung der Gemeinde Kirchberg soll auch dieses Thema explizit in die Planungsarbeiten mit einbezogen werden. Allfällige Standorte sollen in den Richtplan aufgenommen, beziehungsweise gewisse Landschaftsschutzgebiete ausgeschlossen werden. (gk/lim)

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